Echte Gemeinschaft

Im Buch "Gemeinschaftsbildung" von Scott Peck steht auf Seite 180 unter anderem:
"Echte Gemeinschaften sind immer kontemplativ, weil sie selbstwahrnehmend sind. Das ist eines der Grundmerkmale von Gemeinschaft.(....) Um die Gemeinschaft zu erhalten, muss sie sich als Organismus jenseits der Individualität erkennen und darüber reflektieren. Um zu leben muss eine Gemeinschaft immer wieder ihre Routinen unterbrechen, um sich zu fragen, ob sie der Aktualisierung bedürfen. Sie muss darüber nachdenken, wohin sie als Gemeinschaft strebt und leer sein können, um die Antworten zu hören. Der höchste Zwecke der Leere ist deshalb, Raum zu schaffen. Raum wofür?
(...) ... für das Andere. Was ist das Andere? Es kann vieles sein: eine Erzählung aus einer fremden Kultur, das Außergewöhnliche, das Unerwartete, das Neue, das Bessere. Höchst wichtig für die Gemeinschaft: das Andere ist der Fremde, die andere Person. Wir können nicht einmal die andere Person in unser Herz und Hirn lassen, wenn wir uns nicht leer machen. Wir können ihr oder ihm nur aus der Leere heraus wahrhaft zuhören."
Echte Gemeinschaft ist für Peck nur über das "Stadium der Leere" möglich.
Er schreibt weiter unten:
"Schweigen ist immer das wesentlichste Merkmal der Leere. Es ist deshalb kein Zufall, dass wir bei Gemeinschaftsbildungsgruppen regelmäßig das Schweigen verwenden, um sie in die Leere zu führen."

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