Posts

Auszug aus dem Buch Ab ins Wohnprojekt!

Bild
Lernen, lernen, lernen.Nachdem ich 2013 die Wohnschulen-Workshops und einige Wohnprojekte in Köln und Bonn besucht hatte, war mir klar geworden, dass das Thema des gemeinschaftlichen Bauens und Wohnens komplexer ist, als ich gedacht hatte. Mein besonderes Interesse richtete sich auf die Kultur der Gemeinschaft, vor allem auf die Art, wie in Gruppen kommuniziert wird und wie Gruppen ihre Entscheidungen treffen. Ich wusste, wenn ich in einer Planungsgruppe mitmachen wollte, dann musste ich dazulernen. Überall in der Szene hörte ich den Begriff „Partizipation“. Aber wie geht Partizipation? Ich wollte verstehen, wie ein Gruppenprozess abläuft. Wie es hinzukriegen ist, dass alle gehört werden. Und wie die ganzen Verschiedenheiten zusammenkommen können.Und so habe ich mich auf die Suche begeben nach Fortbildungsangeboten. Ich habe zahlreiche Seminare und Workshops besucht, etwa zur Gewaltfreien Kommunikation, zu Kreisgesprächen oder zur Entscheidungsfindung mithilfe des Systemischen Konsens…

Lesung in Düsseldorf.

Bild
Am Mittwoch, dem 13. Februar lese ich aus dem Buch Ab ins Wohnprojekt!
in Düsseldorf in der  TersteegenkircheTersteegenplatz 1, Golzheim/Stockum
Der Eintritt ist frei. 


"Modularer Leitfaden für Cohousinggruppen"

Bild
Unter dieser Überschrift schreibt Dr. Kerstin Schulenburg über alles was wichtig und zu bedenken ist, wenn sich eine Initiativgruppe bildet, um ein gemeinschaftliches Wohnprojekt zu gründen.
Hier geht es zu ihrer Website.






Auszug aus dem Buch "Ab ins Wohnprojekt!"

Jedes einzelne Projekt hat seine persönliche und individuelle Geschichte. Oft beginnt sie damit, dass bei irgendeiner Gelegenheit im privaten Kreis das Thema Wohnen auf den Tisch kommt und jemand fragt: „Wie wäre es, wenn wir irgendwann mal alle zusammen wohnen würden?“ Oder jemand erzählt von einem Film, in dem es um gemeinsames Wohnen geht. Oder jemand hat ein Buch oder einen Bericht in einem Magazin oder einen Artikel in einer Zeitung gelesen. Oder jemand hat jemanden kennengelernt, der oder die in einem Wohnprojekt wohnt oder gemeinsam mit anderen ein Projekt plant. Oft ergibt sich dann ein fröhliches Herumspinnen nach dem Motto: „Was wäre wenn ...?“. Ich kenne eine Gruppe von langjährigen Freunden und Freundinnen, die sich mehrmals im Jahr reihum zu einem mehrstündigen Essen trifft und seit Jahren zusammen überlegt, wie es wäre, wenn sie zusammen wohnten. Die Idee bereitet allen viel Freude, und sie entwickeln die tollsten Ideen. Ich war einmal als Gast bei einem solchen Essen da…

Wie geht es los mit einem Wohnprojekt?

Bild
Jedes Wohnprojekt hat seine eigene Geschichte. Meistens ist da jemand, der oder die eine Idee hat und sie anderen erzählt. Dann kommt es darauf an, wie diese anderen mit der Idee umgehen, ob sie sie interessant finden oder ob sie sie für utopisch halten oder ob sie die Idee nicht beachten und so tun, als wäre das alles Spinnerei und "unrealistisch". Ideen jeglicher Art sind leicht verletzbar. Ob sich die Idee für ein gemeinschaftliches Wohnprojekt weiterentwickelt oder schon im frühen Stadium stirbt, hängt sehr davon ab, wie der oder die Ideengeberin von der Idee berichtet und vor allem, wem sie davon erzählt.
Alle Wohnprojekte, die realisiert wurden, haben das frühe Ideen-Stadium überlebt und sind in die nächste Phase gegangen: die Idee wird von anderen gut gefunden und sie wollen dabei sein und mitmachen. Die erste Hürde ist geschafft. Es bildet sich eine kleine Gruppe.
Jetzt hängt es sehr davon ab, wer in dieser Gruppe zusammenkommt und welche Kompetenzen vorhanden sind. …

Ab ins Wohnprojekt! Wohnträume werden Wirklichkeit

Bild
Das Buch ist raus und an alle, die beim Crowdfunding mitgemacht haben, versendet worden. Einige hatten ein Buch mit Signatur bestellt und so habe ich letzte Woche 17 Exemplare signiert, an den Verlag gesendet, damit sie von dort an die Funding-Teilnehmer*innen  geschickt werden konnten.

Wer Ab ins Wohnprojekt! kaufen will: Hier gehts zur Buchseite vom oekom Verlag. 

Man kann das Buch natürlich auch bei Amazon bestellen. Hier der Link.

Für mich war es ein aufregender Moment, als ich das erste Exemplar in Händen hielt. Ich habe sofort angefangen zu lesen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, ob das Buch das transportiert, was ich sagen will...  und da war natürlich die bange Frage, ob es gelungen ist.
Nachdem das Buch nun schon eine Woche hier bei mir auf dem Tisch liegt und ich es immer mal wieder aufschlage und darin rumlese, kann ich sagen, dass ich es als gelungen empfinde. Es ist das geworden, was ich mir gedacht hatte, als ich damit anfing: Beteiligte an gemeinschaftlichen Wohnprojekt…

Gruppendynamik und....

Bild
Ich habe im Internet die Seite der Trainergemeinschaft Berlin gefunden... und folgende Definition von "Gruppe"und "Team":

1. Die Gruppe und ihre Dynamik
Gruppe ist der Überbegriff für ein abgegrenztes soziales System von Individuen, das eigene Strukturen bildet, Entwicklungsphasen durchlebt und Regeln konstituiert. Die Gruppe existiert als systemische Einheit, die nach einem Gleichgewichtszustand strebt. Team ist ein„Sonderfall“ einer Gruppe, mit von allen Mitgliedern geteilten Zielen, meist ausgeprägtem Zusammenhalt und individueller Verantwortungsübernahme durch die Mitglieder. In der Arbeitswelt repräsentiert ein Team eine kleine, funktional strukturierte und leistungsorientierte Gruppe mit klarer Zielübereinstimmung, entwickelten Normen, definierter Rollenstruktur und erprobter Kooperationsfähigkeit. Ein Team ist prinzipiell in der Lage sich selbst zu steuern und kommt ohne einen Vorgesetzten im hierarchischen Sinne aus.

Hier geht es zum Blog der Trainergemeinscha…

Vision aus dem Internet

Bild
Gemeinschaftliche Wohnprojekte brauchen eine Vision. Eine Vorstellung von dem, wie es mal sein soll, sowohl das Haus als auch die Gemeinschaft.  Manche Wohnprojektgruppen, die sich neu bilden, machen sich jedoch nicht die Mühe, eine eigene Vision zu entwickeln, sondern schreiben einfach ab, was sie im Internet finden und was ihnen gefällt, was sich gut anhört und wovon sie glauben, dass sie diese Vision übernehmen können.  Dabei vergessen sie, dass eine abgeschriebene Vision keine Kraft hat, sondern nur eine Form ohne Inhalt ist. 







Wie organisieren wir uns?

Bild
Diese Frage taucht auf, sobald sich eine Gruppe bildet, die ein gemeinsames Anliegen verfolgt.
Wenn die Zusammenarbeit von oben organisiert und gestaltet wird, wenn es also um ein Top-down-Projekt geht, dann ist meist auch die Art der Organisation vorgegeben und es bleibt nur noch zu entscheiden, wer in welche Arbeitsgruppe geht und wer für welche Aufgaben zur Verfügung steht.
Wenn aber nichts klar ist, wenn es keine vorgegeben Organisationsstruktur gibt, wenn alles unten anfängt und es um ein Bottom-up-Projekt geht, dann sind die Beteiligten herausgefordert, sich zu überlegen, wie sie ihre Zusammenarbeit organisieren und welche Strukturen sie bilden wollen.
Ich habe festgestellt, dass sich Wohnprojektgruppen zu Beginn ihrer Zusammenarbeit dieser Herausforderung meist nicht bewusst sind und einfach loslegen und zwar nach einem Muster, wie es diejenigen kennen, die die Gruppe initiiert haben.
Überall habe ich Strukturen gefunden, wie sie aus der Vereinsarbeit bekannt sind: Ab einer bes…

"Wie Träume wahr werden"

Bild
Dies ist der Titel eines Buches, das von Gerald Hüther, Sven Ole Müller und Nicole Bauer geschrieben wurde. Im Buch wird die Geschichte erzählt, wie sich in Thüringen ein Team von RennradfahrerInnen bildet, um das längste Radrennen der Welt in den USA zu fahren ... und um zu gewinnen. Um es gleich zu sagen: sie haben gewonnen.
Ich kann das Buch nur empfehlen:
es ist toll geschrieben, es liest sich wie ein Krimi, und es macht Freude zu sehen, was alles möglich ist, wenn sich Leute zusammentun und sich nicht nur auf die Leistungen der Einzelnen beziehen, sondern auch die Gemeinschaft und die Art des Miteinanders in den Fokus nehmen. Das Rennfahrer-Team hat sich von Gerald Hüther, dem Neurobiologen und Leiter der Akademie für Potentialentfaltung beraten lassen. Wie es dazu kam, wird im Buch beschrieben.