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Miteinander mit mir selbst

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Wenn Miteinander mit anderen nicht geht, geht es um Miteinander mit sich selbst. In dieser Zeit der Ausgangsbeschränkungen bin ich, wie viele andere auch, meist allein. So viel allein war ich selten. Aber ich rede viel mehr mit anderen als sonst, auf allen Kanälen: Telefon, Facetime, Skype oder Zoom. Und dann noch die schriftliche Kommunikation per Mail, WhatsApp oder SMS. Ich muss nicht arbeiten, um Geld zu verdienen. Aber ich arbeite an Texten und Konzepten für Workshops. Manchmal. Manchmal bitte ich Alexa, Musik von Spotify zu spielen. Manchmal frage ich sie auch zum soundsovielten Mal wie draußen die Temperatur ist. Manchmal, und an manchen Tagen häufig, schaue ich Videos bei YouTube oder ich streame Fernsehsendungen oder schaue Sendungen aus der Mediathek. Jeden Tag lese ich. Meist in einem oder zwei oder drei Büchern parallel. Nur Sachbücher. Jeden Tag koche ich. Meist mehr als ich für eine Mahlzeit brauche. Wenn ich den Kühlschrank öffne und sehe was fehlt, bitte ich...

Sidewalk Talk: Samstag, 11. April 2020 ab 14 Uhr auf Zoom

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Ostersamstag im Netz auf Zoom hören die einen zu und die anderen erzählen. Sidewalk Talk ist eine Initiative, die darauf beruht, dass ZUHÖREN ein Geschenk ist.  Bedingungslos ZUHÖREN. Nicht bewerten und beurteilen. Keine Ratschläge. Nur Aufmerksamkeit und Zuhören. Die Rollenverteilung ist klar definiert: die einen hören zu und die anderen erzählen.  Erzähl was dir gerade in den Sinn kommt, was du schon immer mal erzählen wolltest, was dir am Herzen liegt oder auf der Seele brennt, was du noch nie jemandem erzählt hast, was dir eben passiert ist, was du dir für die Zukunft wünschst, wie du die momentane Zeit erlebst... und so weiter und so weiter... Organisiert wird die Online-Veranstaltung von der Initiative Köln/Bonn. Bei Facebook schreiben sie: Während sich die Straßen in unseren Städten leeren, entstehen viele Initiativen, um näher zusammen zu rücken. Auch wir können gerade nicht mit unseren Stühlen raus gehen, aber zuhören können wir immer noch. Lasst uns ...

Wie schauen wir in die Zukunft? Pessimistisch? Optimistisch? Zuversichtlich? Ängstlich?

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Ein Text des Zukunftsforschers Matthias Horx zum aktuellen Thema :   "Darf man optimistisch sein?"

Wenn Kämpfen keinen Sinn mehr macht, ....

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... wird es für diejenigen schwierig, die ihr Verhalten auf Gewinnen ausgerichtet haben. Denn wenn Gewinnen kein Kriterium mehr ist, dann macht ihr Verhalten keinen Sinn mehr. Und das verunsichert. Ich beziehe mich hier auf das Erlernen des SK-Prinzips, also auf die Methode Systemisches Konsensieren, die alle an einer Entscheidung Beteiligten auffordert, so viele Vorschläge wie möglich zu sammeln und dann jeden Vorschlag mit Widerstandspunkten zu bewerten, damit ersichtlich wird, welcher Vorschlag den geringsten Widerstand in der Gruppe erzeugt und demnach die höchste Akzeptanz hat. In den Einführungsworkshops stelle ich fest, wie schwer es manchen Teilnehmenden fällt, ihr Verhalten der Methode anzupassen, wenn sie begreifen, dass Kämpfen keinen Sinn mehr macht. Ich erlebe oft Gruppen, in denen einige das SK-Prinzip lernen wollen, weil sie überzeugt davon sind, dass es für ihre Gemeinschaft besser ist als das Mehrheitsprinzip und auch besser als das Konsensverfahren, das oft la...

Anders als beim Mehrheitsprinzip

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Das SK-Prinzip, Systemisches Konsensieren, bietet als Methode viel mehr als nur gemeinsam Entscheidungen zu treffen. Je mehr ich mich mit dem SK-Prinzip beschäftige und je mehr Erfahrungen ich mit den Einführungsworkshops mache, umso mehr begreife ich  die Veränderungs-Kraft, die im SK-Prinzip liegt. Kurz zur Erinnerung: Beim Konsensieren nach dem SK-Prinzip werden alle Beteiligten gebeten, Vorschläge zu machen. Diese Vorschläge werden für alle sichtbar aufgeschrieben. Um jede Anwandlung von Hierarchie auszuschließen, werden die aufgelisteten Vorschläge nicht nummeriert. Damit das Schriftbild der gesammelten Vorschläge eine nachvollziehbare Struktur aufweist, male ich Sternchen vor jeden formulierten Vorschlag. Man kann natürlich auch einen Strich setzen, oder einen Punkt oder sonst ein grafisches Zeichen. Wenn keine weiteren Vorschläge mehr kommen, wird jeder einzelne Vorschlag von allen Beteiligten mit Widerstandspunkten bewertet. Die Punkteskala wird vorher abgesprochen. Die ...

Widerstand willkommen heißen.

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Systemisches Konsensieren ist eine Entscheidungsmethode, die nach dem Widerstand fragt. Eine kurze Beschreibung von SK lautet: Alle an einer Entscheidung Beteiligten sammeln so viele Vorschläge wie möglich und wählen dann den Vorschlag aus, der die wenigsten Widerstandspunkte erhält. Dies ist der Vorschlag, der die höchste Akzeptanz hat und daher auch die meiste Energie für die Umsetzung mitbringt. Wer Systemisches Konsensieren lernt, ist also mit den Fragen konfrontiert:  Wie erlebe ich Widerstand?  Was bedeutet für mich persönlich Widerstand? Und was ist das überhaupt: Widerstand? Widerstand und Dagegensein sind immer auch Gefühle. Widerstand kann vieles sein: Bedenken, Zweifel, Skepsis, Angst, Vorurteile, Frustration. Unter dem Begriff Widerstand sammeln sich viele Variationen von einem NEIN. Je nach dem, in welchem Kontext Widerstand aufkommt und formuliert werden soll, wird er oft als Argument ausgedrückt, als Erklärung, als rationaler Gedanke. Die Gefü...

Aus welchem Grund reden wir über Leute, die nicht anwesend sind?

Wann hast du zuletzt mit jemandem über jemanden geredet? Mit wem hast du über wen geredet und worum ging es?

Einführung in Systemisches Konsensieren

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Am Samstag, dem 1. Februar von 11 bis 14 Uhr findet in Köln in der Melanchthon-Akademie wieder eine Einführung in Systemisches Konsensieren statt. Programmtext der Akademie: Gruppen brauchen Handwerkszeug, um agil, einfach und schnell zu Entscheidungen zu gelangen, die tragfähig sind und die Gemeinschaft stärken. Das Systemische Konsensieren ist eine moderne Entscheidungsmethode, in der nicht der Kampf um die meisten Stimmen zum Erfolg führt, sondern das gegenseitige Entgegenkommen. Mit dieser Methode können Gruppen einen Schritt in eine neue und moderne Entscheidungskultur tun, in der nicht mit Argumenten gegeneinander gekämpft wird, sondern in der diejenigen erfolgreich sind, die anderen zuhören und bereit sind, eigene Vorschläge so anzupassen, dass die anderen mitgehen können. Auf diese Weise wird der Widerstand gegen einen Vorschlag so gering wie möglich gehalten und die Umsetzung hat eine größere Chance, gut zu gelingen. Im Workshop kombinieren wir Theorie und Praxis. Hier ge...

Miteinander, Gegeneinander, Verbundenheit

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Kontakt mit anderen Menschen ist Miteinander. Die Art und Weise, wie wir dieses Miteinander leben und erleben hängt von der jeweiligen Situation ab. Wenn ich zum Beispiel Schuhe kaufe und eine Verkäuferin fragt nach meinen Wünschen und Vorstellungen und bringt mir verschiedene Paar Schuhe zum Probieren, dann ist dieses Miteinander durch die Unterschiedlichkeit der Rollen bestimmt. Oder beim Arzt, in einem Workshop, am Arbeitsplatz, am Familientisch: alles immer Miteinander, das wir so oder so oder so mitgestalten, je nach dem in welchen Rollen wir sind und je nach dem wie wir uns verhalten. Woran liegt es nun, dass manches Zusammen-mit-anderen als Miteinander und manches als Gegeneinander empfunden wird? Ich verstehe die beiden Begriffe nicht als Gegensätze. Für mich ist Zusammen-mit-anderen immer Miteinander, das sich jedoch durchaus als Gegeneinander anfühlen kann. In Situationen zusammen mit anderen gehen wir immer, ob bewusst oder nicht, eine Verbindung ein. Und diese Verbindun...

"Der emotionale Rucksack"...

... ein Buch von Vivian Dittmar mit dem Untertitel "Wie wir mit ungesunden Gefühlen aufräumen". Ich denke, wenn Miteinander gelingen soll, muss jede und jeder sich darüber klar sein, dass er/sie einen "emotionalen Rucksack" mit sich trägt. Was das sein soll, beschreibt Vivian Dittmar in ihrem Buch sehr genau und verständlich. Kurz gesagt: unser "emotionaler Rucksack" ist voll mit Emotionen und Gefühlen, die wir in der Vergangenheit hatten, die uns aber in irgendeiner Form überfordert haben. Deshalb konnten wie diese Gefühle nicht ganz zu Ende leben, sie nicht ausdrücken, nicht verstehen und nicht so in unser inneres System integrieren, wie sie es gebraucht hätten um nicht zu einer Altlast zu werden. Alles, was wir emotional nicht erledigen konnten, also zu Ende fühlen konnten, lagert sich nach Dittmars Beschreibung in unserem "emotionalen Rucksack" ab und wird, je nach dem was uns widerfährt, erneut aktiviert. Wie das abläuft, wie die Symptome...

didaktisch systemisch

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Am Samstag, 16.11. habe ich in der Melanchthon-Akademie in Köln eine Einführung in Systemisches Konsensieren angeboten. Neun Teilnehmer*innen waren gekommen. Einige kannten das Systemische Konsensieren bereits, andere hatten zwar davon gehört, wussten aber nichts genaues  und wieder andere waren neugierig und wollten wissen, worum es bei SK geht. Ich hatte den Workshop für drei Stunden geplant, von 10 bis 13 Uhr. Sehr wenig Zeit für das komplexe Thema. Vielleicht zu wenig? Während der Vorbereitung für den Workshop hatte mich vor allem eine Frage bewegt: Kann man etwas Systemisches systematisch vermitteln? Darf man das überhaupt? Oder muss man einen Inhalt, der systemisch funktioniert, auch mithilfe systemischer Mittel und Methoden vermitteln? Und wie kann das gehen? Ich hatte selbst als Lernende die Erfahrung gemacht, dass Systemisches Konsensieren auf systematische Art und Weise vermittelt wurde. Als Lernende war ich dabei in einen latenten Stresszustand geraten, den ic...

Systemisches Konsensieren in Unternehmen

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Ein Interview mit Tom Müller , Experte für Gruppenintelligenz. Tom Müller arbeitet seit 1985 mit Menschen im Angesicht des Wandels und begleitet sie, das eigene Verhalten auf Veränderungen anzupassen. Auslöser für diesen Wandel waren und sind digitale Werkzeuge und Technologien – die Digitalisierung. Sein Fokus ist Gruppenintelligenz – sie zu aktivieren für vielschichtige, drängende Aufgaben in Teams, Unternehmen. Diese für Organisationen so wichtige Weisheit der Vielen sollte auch in Besprechungen wirken. Er ist überzeugt, dass Veränderungen sich gemeinsam gut und sicher bewältigen lassen. Dies beginnt bei tragfähigen Entscheidungen – in Sitzungen, Besprechungen und Meetings.

Workshop zum Umgang mit Nichtwissen und Nichtkönnen.

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Das wäre doch mal ein Angebot in einer Bildungseinrichtung für Erwachsene. Ein VHS- Kurs zum Beispiel. Ich fürchte jedoch, dieser Workshop würde wegen zu geringer Anmeldungen nicht stattfinden. Aber vielleicht irre ich mich auch. Mal sehn, ob ich mich mal traue und solch ein Workshop-Angebot mache. Nichtwissen und Nichtkönnen wird üblicherweise als Mangel von etwas empfunden. Man will es nicht haben und versucht, diesen Mangel so schnell wie möglich zu beenden und sich das, was man nicht weiß oder kann, draufzuschaffen. So oder so oder so. Das ist ja auch eine gute Idee, denn Wissen und Können schaden in keinem Fall. Jetzt leben wir aber in einer Zeit, in der Wissen und Können dermaßen vielfältig sind, dass wir alle, egal wie alt wir sind und was wir draufhaben, von Zeit zu Zeit damit konfrontiert werden, etwas nicht zu wissen und etwas nicht zu können. Und das ist der Moment, um den es mir geht und über den ich hier schreibe. Mich interessiert dieser eine Moment, in dem ich festste...

Persönlicher Entwicklungsprozess in Wohnprojektgruppen

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Wer sich zusammentut, um gemeinsam ein Wohnprojekt zu realisieren, denkt nicht unbedingt an einen persönlichen Entwicklungsprozess. Schließlich will man ja nur wohnen. Okay, diesmal zusammen mit anderen. Aber wieso soll dazu die eigene Entwicklung vonnöten sein? Ich halte diese Einschätzung, sich selbst nicht entwickeln zu müssen, wenn man ein Wohnprojekt plant und verwirklicht, für eine Fehleinschätzung. Wer etwas tut, was er oder sie noch nie in ihrem Leben zuvor getan hat, sollte davon ausgehen, dass dieses Neue etwas erfordert, was er oder sie noch nicht kennt und noch nicht kann. Wer früher als Student*in in einer WG gewohnt hat, sollte nicht meinen, das würde als Erfahrung reichen, um später, oder erst im Alter, nochmal sowas ähnliches zu starten. Die Zeiten haben sich geändert. Man selbst auch. Wir wissen alle, wie individualisiertes Wohnen und Leben geht. Aber Gemeinschaftsleben? Wie das geht, das müssen wir lernen. Zumindest die allermeisten von uns. Was passiert eigentlich...

Hierarchie in selbstorganisierten Gruppen

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Zum Beispiel Wohnprojekt-Gruppen. Leute tun sich zusammen mit der Idee, gemeinsam in einem Haus zu wohnen. Wie die einzelnen Wohnsituationen gestaltet werden, ist verschieden, aber meistens will jeder und jede ihre eigene Wohnung haben. Gemeinsam hat die Gruppe dann noch einen Gemeinschaftsraum für das Gruppenleben. Oft wird der Gruppe schnell klar, WAS zu tun ist, damit aus der Idee Wirklichkeit wird. Eins aber wird üblicherweise weder bedacht noch besprochen, und das ist das WIE. Wie tun wir das, was zu tun ist? Wie treffen wir als Gruppe Entscheidungen? Wie kommunizieren wir innerhalb der Gruppe? Wie kommunizieren wir nach außen? Wie wählen wir unsere Sprecher*in? WIE ORGANISIEREN WIR UNS? Diese Frage ist aus meiner Sicht das wichtigste Thema, das zu Beginn einer Wohnprojektgruppe besprochen werden sollte. Dazu ist es gut zu wissen, was Organisationsentwicklung bedeutet, welche Möglichkeiten der Selbstorganisation es gibt und wie sich das Thema in den letzten Jahren ganz a...