Immer wieder Genderthemen

Gerade habe ich einen Artikel bei spiegel online gelesen: Männer erklären, wie systemrelevant Frauen sind.
Es geht um Medienpräsenz in der Coronakrise und darum, dass herausgefunden wurde, dass als Experten zu den anstehenden Themen vier Mal mehr Männer als Frauen zu Interviews oder Talkshows oder anderen Expertenkreisen eingeladen werden.

Als Erklärung dafür werden mehrere Gründe genannt. Hier möchte ich mich jedoch auf nur einen beziehen.
Bei Untersuchungen darüber, WIE in den sozialen Medien über die Krise berichtet wurde, haben die Forscher*innen festgestellt, dass Frauen öfter Witziges oder Ironisierendes und Privates über ihr Erleben in der Krise gepostet haben, Männer dagegen mehr über ihre beruflichen Themen, ihre Fortbildungen etc.
Womit sich sich eher als Gesprächspartner für öffentliche Themen anbieten als Frauen. Sie werden demnach auch eher von Redaktionen gefunden und angefragt. Dazu kommt, dass Frauen Anfragen auch eher absagen als Männer, weil sie außerhalb der regulären Arbeitszeit andere, private Verpflichtungen haben. Diese hätten die Männer zwar auch, aber sie sind eher bereit, sie abzugeben, an die Frau.

Gesellschaftliches Miteinander ist eben immer wieder auch ein Genderthema.

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