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Aus welchem Grund reden wir über Leute, die nicht anwesend sind?

Wann hast du zuletzt mit jemandem über jemanden geredet?
Mit wem hast du über wen geredet und worum ging es?

Einführung in Systemisches Konsensieren

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Am Samstag, dem 1. Februar von 11 bis 14 Uhr findet in Köln in der Melanchthon-Akademie wieder eine Einführung in Systemisches Konsensieren statt.

Programmtext der Akademie:
Gruppen brauchen Handwerkszeug, um agil, einfach und schnell zu Entscheidungen zu gelangen, die tragfähig sind und die Gemeinschaft stärken. Das Systemische Konsensieren ist eine moderne Entscheidungsmethode, in der nicht der Kampf um die meisten Stimmen zum Erfolg führt, sondern das gegenseitige Entgegenkommen. Mit dieser Methode können Gruppen einen Schritt in eine neue und moderne Entscheidungskultur tun, in der nicht mit Argumenten gegeneinander gekämpft wird, sondern in der diejenigen erfolgreich sind, die anderen zuhören und bereit sind, eigene Vorschläge so anzupassen, dass die anderen mitgehen können. Auf diese Weise wird der Widerstand gegen einen Vorschlag so gering wie möglich gehalten und die Umsetzung hat eine größere Chance, gut zu gelingen. Im Workshop kombinieren wir Theorie und Praxis.

Hier gehts zu…

Miteinander, Gegeneinander, Verbundenheit

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Kontakt mit anderen Menschen ist Miteinander. Die Art und Weise, wie wir dieses Miteinander leben und erleben hängt von der jeweiligen Situation ab. Wenn ich zum Beispiel Schuhe kaufe und eine Verkäuferin fragt nach meinen Wünschen und Vorstellungen und bringt mir verschiedene Paar Schuhe zum Probieren, dann ist dieses Miteinander durch die Unterschiedlichkeit der Rollen bestimmt. Oder beim Arzt, in einem Workshop, am Arbeitsplatz, am Familientisch: alles immer Miteinander, das wir so oder so oder so mitgestalten, je nach dem in welchen Rollen wir sind und je nach dem wie wir uns verhalten.

Woran liegt es nun, dass manches Zusammen-mit-anderen als Miteinander und manches als Gegeneinander empfunden wird?
Ich verstehe die beiden Begriffe nicht als Gegensätze. Für mich ist Zusammen-mit-anderen immer Miteinander, das sich jedoch durchaus als Gegeneinander anfühlen kann.
In Situationen zusammen mit anderen gehen wir immer, ob bewusst oder nicht, eine Verbindung ein. Und diese Verbindung v…

"Der emotionale Rucksack"...

... ein Buch von Vivian Dittmar mit dem Untertitel "Wie wir mit ungesunden Gefühlen aufräumen".
Ich denke, wenn Miteinander gelingen soll, muss jede und jeder sich darüber klar sein, dass er/sie einen "emotionalen Rucksack" mit sich trägt. Was das sein soll, beschreibt Vivian Dittmar in ihrem Buch sehr genau und verständlich.
Kurz gesagt: unser "emotionaler Rucksack" ist voll mit Emotionen und Gefühlen, die wir in der Vergangenheit hatten, die uns aber in irgendeiner Form überfordert haben. Deshalb konnten wie diese Gefühle nicht ganz zu Ende leben, sie nicht ausdrücken, nicht verstehen und nicht so in unser inneres System integrieren, wie sie es gebraucht hätten um nicht zu einer Altlast zu werden.
Alles, was wir emotional nicht erledigen konnten, also zu Ende fühlen konnten, lagert sich nach Dittmars Beschreibung in unserem "emotionalen Rucksack" ab und wird, je nach dem was uns widerfährt, erneut aktiviert. Wie das abläuft, wie die Symptome s…

didaktisch systemisch

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Am Samstag, 16.11. habe ich in der Melanchthon-Akademie in Köln eine Einführung in Systemisches Konsensieren angeboten. Neun Teilnehmer*innen waren gekommen. Einige kannten das Systemische Konsensieren bereits, andere hatten zwar davon gehört, wussten aber nichts genaues  und wieder andere waren neugierig und wollten wissen, worum es bei SK geht.

Ich hatte den Workshop für drei Stunden geplant, von 10 bis 13 Uhr.
Sehr wenig Zeit für das komplexe Thema. Vielleicht zu wenig?

Während der Vorbereitung für den Workshop hatte mich vor allem eine Frage bewegt:
Kann man etwas Systemisches systematisch vermitteln?
Darf man das überhaupt?
Oder muss man einen Inhalt, der systemisch funktioniert, auch mithilfe systemischer Mittel und Methoden vermitteln?
Und wie kann das gehen?

Ich hatte selbst als Lernende die Erfahrung gemacht, dass Systemisches Konsensieren auf systematische Art und Weise vermittelt wurde. Als Lernende war ich dabei in einen latenten Stresszustand geraten, den ich mir lange ni…

Systemisches Konsensieren in Unternehmen

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Ein Interview mit Tom Müller, Experte für Gruppenintelligenz.

Tom Müller arbeitet seit 1985 mit Menschen im Angesicht des Wandels und begleitet sie, das eigene Verhalten auf Veränderungen anzupassen. Auslöser für diesen Wandel waren und sind digitale Werkzeuge und Technologien – die Digitalisierung. Sein Fokus ist Gruppenintelligenz – sie zu aktivieren für vielschichtige, drängende Aufgaben in Teams, Unternehmen. Diese für Organisationen so wichtige Weisheit der Vielen sollte auch in Besprechungen wirken. Er ist überzeugt, dass Veränderungen sich gemeinsam gut und sicher bewältigen lassen. Dies beginnt bei tragfähigen Entscheidungen – in Sitzungen, Besprechungen und Meetings.



Workshop zum Umgang mit Nichtwissen und Nichtkönnen.

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Das wäre doch mal ein Angebot in einer Bildungseinrichtung für Erwachsene. Ein VHS- Kurs zum Beispiel. Ich fürchte jedoch, dieser Workshop würde wegen zu geringer Anmeldungen nicht stattfinden. Aber vielleicht irre ich mich auch. Mal sehn, ob ich mich mal traue und solch ein Workshop-Angebot mache.
Nichtwissen und Nichtkönnen wird üblicherweise als Mangel von etwas empfunden. Man will es nicht haben und versucht, diesen Mangel so schnell wie möglich zu beenden und sich das, was man nicht weiß oder kann, draufzuschaffen. So oder so oder so. Das ist ja auch eine gute Idee, denn Wissen und Können schaden in keinem Fall.
Jetzt leben wir aber in einer Zeit, in der Wissen und Können dermaßen vielfältig sind, dass wir alle, egal wie alt wir sind und was wir draufhaben, von Zeit zu Zeit damit konfrontiert werden, etwas nicht zu wissen und etwas nicht zu können. Und das ist der Moment, um den es mir geht und über den ich hier schreibe.
Mich interessiert dieser eine Moment, in dem ich feststell…

Persönlicher Entwicklungsprozess in Wohnprojektgruppen

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Wer sich zusammentut, um gemeinsam ein Wohnprojekt zu realisieren, denkt nicht unbedingt an einen persönlichen Entwicklungsprozess. Schließlich will man ja nur wohnen. Okay, diesmal zusammen mit anderen. Aber wieso soll dazu die eigene Entwicklung vonnöten sein?
Ich halte diese Einschätzung, sich selbst nicht entwickeln zu müssen, wenn man ein Wohnprojekt plant und verwirklicht, für eine Fehleinschätzung. Wer etwas tut, was er oder sie noch nie in ihrem Leben zuvor getan hat, sollte davon ausgehen, dass dieses Neue etwas erfordert, was er oder sie noch nicht kennt und noch nicht kann. Wer früher als Student*in in einer WG gewohnt hat, sollte nicht meinen, das würde als Erfahrung reichen, um später, oder erst im Alter, nochmal sowas ähnliches zu starten. Die Zeiten haben sich geändert. Man selbst auch. Wir wissen alle, wie individualisiertes Wohnen und Leben geht. Aber Gemeinschaftsleben? Wie das geht, das müssen wir lernen. Zumindest die allermeisten von uns.

Was passiert eigentlich, …

Hierarchie in selbstorganisierten Gruppen

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Zum Beispiel Wohnprojekt-Gruppen.
Leute tun sich zusammen mit der Idee, gemeinsam in einem Haus zu wohnen. Wie die einzelnen Wohnsituationen gestaltet werden, ist verschieden, aber meistens will jeder und jede ihre eigene Wohnung haben. Gemeinsam hat die Gruppe dann noch einen Gemeinschaftsraum für das Gruppenleben. Oft wird der Gruppe schnell klar, WAS zu tun ist, damit aus der Idee Wirklichkeit wird. Eins aber wird üblicherweise weder bedacht noch besprochen, und das ist das WIE.
Wie tun wir das, was zu tun ist?
Wie treffen wir als Gruppe Entscheidungen?
Wie kommunizieren wir innerhalb der Gruppe?
Wie kommunizieren wir nach außen?
Wie wählen wir unsere Sprecher*in?

WIE ORGANISIEREN WIR UNS?

Diese Frage ist aus meiner Sicht das wichtigste Thema, das zu Beginn einer Wohnprojektgruppe besprochen werden sollte. Dazu ist es gut zu wissen, was Organisationsentwicklung bedeutet, welche Möglichkeiten der Selbstorganisation es gibt und wie sich das Thema in den letzten Jahren ganz allgemein …

Interview: Systemisches Konsensieren

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Adela Mahling von den Konsenslotsen in Berlin und Dominik Berger vom Business Konsens in Graz haben sich mit mir zum Interview getroffen.

Dominik: Wo Menschen zusammen leben, wo Menschen zusammen arbeiten, gibt es Spannungen. Ein gutes Zusammenleben braucht einen Umgang mit diesen Spannungen. Gelingt das, ist es ein lebendiges Miteinander, wo es Kreativität gibt, wo es einen guten Ausgleich zwischen Individualität und Gemeinwohl gibt. 

Adela: Viele glauben ja, dass das Mehrheitsprinzip das Beste ist und dass Demokratie gleich Mehrheit ist. Sie wissen nicht und ahnen auch nicht, dass es etwas Sinnvolleres gibt, und deshalb können sie der neuen Methode auch nicht vertrauen. Sie wissen nicht, dass es etwas gibt, das ihre Ressourcen und ihre eigenen Interessen noch mehr schützt, als in den Kampf um die Mehrheit zu gehen.

Hier gehts zum Interview