Posts

Wie schauen wir in die Zukunft? Pessimistisch? Optimistisch? Zuversichtlich? Ängstlich?

Bild
Ein Text des Zukunftsforschers Matthias Horx zum aktuellen Thema:  
"Darf man optimistisch sein?"


Wenn Kämpfen keinen Sinn mehr macht, ....

Bild
... wird es für diejenigen schwierig, die ihr Verhalten auf Gewinnen ausgerichtet haben. Denn wenn Gewinnen kein Kriterium mehr ist, dann macht ihr Verhalten keinen Sinn mehr. Und das verunsichert.

Ich beziehe mich hier auf das Erlernen des SK-Prinzips, also auf die Methode Systemisches Konsensieren, die alle an einer Entscheidung Beteiligten auffordert, so viele Vorschläge wie möglich zu sammeln und dann jeden Vorschlag mit Widerstandspunkten zu bewerten, damit ersichtlich wird, welcher Vorschlag den geringsten Widerstand in der Gruppe erzeugt und demnach die höchste Akzeptanz hat.

In den Einführungsworkshops stelle ich fest, wie schwer es manchen Teilnehmenden fällt, ihr Verhalten der Methode anzupassen, wenn sie begreifen, dass Kämpfen keinen Sinn mehr macht. Ich erlebe oft Gruppen, in denen einige das SK-Prinzip lernen wollen, weil sie überzeugt davon sind, dass es für ihre Gemeinschaft besser ist als das Mehrheitsprinzip und auch besser als das Konsensverfahren, das oft lange G…

Anders als beim Mehrheitsprinzip

Bild
Das SK-Prinzip, Systemisches Konsensieren, bietet als Methode viel mehr als nur gemeinsam Entscheidungen zu treffen. Je mehr ich mich mit dem SK-Prinzip beschäftige und je mehr Erfahrungen ich mit den Einführungsworkshops mache, umso mehr begreife ich die Veränderungs-Kraft, die im SK-Prinzip liegt.

Kurz zur Erinnerung: Beim Konsensieren nach dem SK-Prinzip werden alle Beteiligten gebeten, Vorschläge zu machen. Diese Vorschläge werden für alle sichtbar aufgeschrieben. Um jede Anwandlung von Hierarchie auszuschließen, werden die aufgelisteten Vorschläge nicht nummeriert. Damit das Schriftbild der gesammelten Vorschläge eine nachvollziehbare Struktur aufweist, male ich Sternchen vor jeden formulierten Vorschlag. Man kann natürlich auch einen Strich setzen, oder einen Punkt oder sonst ein grafisches Zeichen.
Wenn keine weiteren Vorschläge mehr kommen, wird jeder einzelne Vorschlag von allen Beteiligten mit Widerstandspunkten bewertet. Die Punkteskala wird vorher abgesprochen. Die abgegeb…

Widerstand willkommen heißen.

Bild
Systemisches Konsensieren ist eine Entscheidungsmethode, die nach dem Widerstand fragt. Eine kurze Beschreibung von SK lautet:
Alle an einer Entscheidung Beteiligten sammeln so viele Vorschläge wie möglich und wählen dann den Vorschlag aus, der die wenigsten Widerstandspunkte erhält. Dies ist der Vorschlag, der die höchste Akzeptanz hat und daher auch die meiste Energie für die Umsetzung mitbringt.
Wer Systemisches Konsensieren lernt, ist also mit den Fragen konfrontiert: Wie erlebe ich Widerstand?  Was bedeutet für mich persönlich Widerstand? Und was ist das überhaupt: Widerstand?

Widerstand und Dagegensein sind immer auch Gefühle. Widerstand kann vieles sein: Bedenken, Zweifel, Skepsis, Angst, Vorurteile, Frustration. Unter dem Begriff Widerstand sammeln sich viele Variationen von einem NEIN. Je nach dem, in welchem Kontext Widerstand aufkommt und formuliert werden soll, wird er oft als Argument ausgedrückt, als Erklärung, als rationaler Gedanke. Die Gefühle, die dabei im Spiel sind…

Aus welchem Grund reden wir über Leute, die nicht anwesend sind?

Wann hast du zuletzt mit jemandem über jemanden geredet?
Mit wem hast du über wen geredet und worum ging es?

Einführung in Systemisches Konsensieren

Bild
Am Samstag, dem 1. Februar von 11 bis 14 Uhr findet in Köln in der Melanchthon-Akademie wieder eine Einführung in Systemisches Konsensieren statt.

Programmtext der Akademie:
Gruppen brauchen Handwerkszeug, um agil, einfach und schnell zu Entscheidungen zu gelangen, die tragfähig sind und die Gemeinschaft stärken. Das Systemische Konsensieren ist eine moderne Entscheidungsmethode, in der nicht der Kampf um die meisten Stimmen zum Erfolg führt, sondern das gegenseitige Entgegenkommen. Mit dieser Methode können Gruppen einen Schritt in eine neue und moderne Entscheidungskultur tun, in der nicht mit Argumenten gegeneinander gekämpft wird, sondern in der diejenigen erfolgreich sind, die anderen zuhören und bereit sind, eigene Vorschläge so anzupassen, dass die anderen mitgehen können. Auf diese Weise wird der Widerstand gegen einen Vorschlag so gering wie möglich gehalten und die Umsetzung hat eine größere Chance, gut zu gelingen. Im Workshop kombinieren wir Theorie und Praxis.

Hier gehts zu…

Miteinander, Gegeneinander, Verbundenheit

Bild
Kontakt mit anderen Menschen ist Miteinander. Die Art und Weise, wie wir dieses Miteinander leben und erleben hängt von der jeweiligen Situation ab. Wenn ich zum Beispiel Schuhe kaufe und eine Verkäuferin fragt nach meinen Wünschen und Vorstellungen und bringt mir verschiedene Paar Schuhe zum Probieren, dann ist dieses Miteinander durch die Unterschiedlichkeit der Rollen bestimmt. Oder beim Arzt, in einem Workshop, am Arbeitsplatz, am Familientisch: alles immer Miteinander, das wir so oder so oder so mitgestalten, je nach dem in welchen Rollen wir sind und je nach dem wie wir uns verhalten.

Woran liegt es nun, dass manches Zusammen-mit-anderen als Miteinander und manches als Gegeneinander empfunden wird?
Ich verstehe die beiden Begriffe nicht als Gegensätze. Für mich ist Zusammen-mit-anderen immer Miteinander, das sich jedoch durchaus als Gegeneinander anfühlen kann.
In Situationen zusammen mit anderen gehen wir immer, ob bewusst oder nicht, eine Verbindung ein. Und diese Verbindung v…

"Der emotionale Rucksack"...

... ein Buch von Vivian Dittmar mit dem Untertitel "Wie wir mit ungesunden Gefühlen aufräumen".
Ich denke, wenn Miteinander gelingen soll, muss jede und jeder sich darüber klar sein, dass er/sie einen "emotionalen Rucksack" mit sich trägt. Was das sein soll, beschreibt Vivian Dittmar in ihrem Buch sehr genau und verständlich.
Kurz gesagt: unser "emotionaler Rucksack" ist voll mit Emotionen und Gefühlen, die wir in der Vergangenheit hatten, die uns aber in irgendeiner Form überfordert haben. Deshalb konnten wie diese Gefühle nicht ganz zu Ende leben, sie nicht ausdrücken, nicht verstehen und nicht so in unser inneres System integrieren, wie sie es gebraucht hätten um nicht zu einer Altlast zu werden.
Alles, was wir emotional nicht erledigen konnten, also zu Ende fühlen konnten, lagert sich nach Dittmars Beschreibung in unserem "emotionalen Rucksack" ab und wird, je nach dem was uns widerfährt, erneut aktiviert. Wie das abläuft, wie die Symptome s…

didaktisch systemisch

Bild
Am Samstag, 16.11. habe ich in der Melanchthon-Akademie in Köln eine Einführung in Systemisches Konsensieren angeboten. Neun Teilnehmer*innen waren gekommen. Einige kannten das Systemische Konsensieren bereits, andere hatten zwar davon gehört, wussten aber nichts genaues  und wieder andere waren neugierig und wollten wissen, worum es bei SK geht.

Ich hatte den Workshop für drei Stunden geplant, von 10 bis 13 Uhr.
Sehr wenig Zeit für das komplexe Thema. Vielleicht zu wenig?

Während der Vorbereitung für den Workshop hatte mich vor allem eine Frage bewegt:
Kann man etwas Systemisches systematisch vermitteln?
Darf man das überhaupt?
Oder muss man einen Inhalt, der systemisch funktioniert, auch mithilfe systemischer Mittel und Methoden vermitteln?
Und wie kann das gehen?

Ich hatte selbst als Lernende die Erfahrung gemacht, dass Systemisches Konsensieren auf systematische Art und Weise vermittelt wurde. Als Lernende war ich dabei in einen latenten Stresszustand geraten, den ich mir lange ni…

Systemisches Konsensieren in Unternehmen

Bild
Ein Interview mit Tom Müller, Experte für Gruppenintelligenz.

Tom Müller arbeitet seit 1985 mit Menschen im Angesicht des Wandels und begleitet sie, das eigene Verhalten auf Veränderungen anzupassen. Auslöser für diesen Wandel waren und sind digitale Werkzeuge und Technologien – die Digitalisierung. Sein Fokus ist Gruppenintelligenz – sie zu aktivieren für vielschichtige, drängende Aufgaben in Teams, Unternehmen. Diese für Organisationen so wichtige Weisheit der Vielen sollte auch in Besprechungen wirken. Er ist überzeugt, dass Veränderungen sich gemeinsam gut und sicher bewältigen lassen. Dies beginnt bei tragfähigen Entscheidungen – in Sitzungen, Besprechungen und Meetings.