Wenn sich das Kollektive und das Persönliche parallel entwickeln.
Wahrscheinlich gibt es ein Wort für das, was ich hier beschreiben will, aber ich kenne es nicht. Es geht um ein Phänomen, das ich mehrmals erlebt, aber noch nie beschrieben habe. Aber der Reihe nach. Die bewusste Erfahrung des Phänomens, um das hier geht, begann vor ca. fünfzig Jahren, als ich ungefähr dreißig war. Ich gang nach Andalusien, in ein kleines Dorf, in ein kleines Haus ohne Strom und ohne Wasser. Ein Teil des Hauses war eine Ruine und wir, mein damaliger Mann und ich, sahen in allem, was uns umgab, die Möglichkeit, unseren Traum vom Haus am Mittelmeer zu verwirklichen. Und so wie das Haus und seine Umgebung mich an die Zeit meiner Kindheit erinnert hat, mit unasphaltierten Straßen und Häusern in Ruinen nach dem Krieg und alten Männern und Frauen, die abends ihre Stühle vors Haus stellten und zusammensaßen, so fasziniert war ich davon, dass diese andalusische Welt mir nochmal zeigte, was sich alles in den letzten dreißig Jahren in Deutschland entwickelt hatte. Und das i...