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Aus dem Buch Ab ins Wohnprojekt!

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In einem Bericht des Deutschen Instituts für Urbanistik werden Schätzungen erwähnt, die sagen, dass es ungefähr 500 bis 600 gemeinschaftliche Wohnprojekte in Deutschland gibt und dass ungefähr ein Drittel davon als Genossenschaft organisiert sind. Das FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e.V. zitiert das Wohnprojekte-Portal der Stiftung-trias mit geschätzten 700 realisierten Wohnprojekten bundesweit. Die Schätzungen des FORUM selbst liegen bei 4000 bis 5000 Wohnprojekten deutschlandweit.  Diese Schätzungen beziehen sich auf bereits realisierte Projekte. Was die Zahl der Gruppen im Land angeht, die sich regelmäßig treffen, um Software und Hardware für ihr Wohnprojekt zu entwickeln, darüber kann man nur spekulieren. Es sind viele, sehr viele, und es werden immer mehr. Übrigens, das alles ist ehrenamtliches und freiwilliges Engagement.
Damit das Buch produziert werden kann, muss die Crowdfunding Aktion des oekom Verlagserfolgreich sein. 

Man kommt als Gemeinschaft nur voran, wenn jeder tut, was er soll und nicht, was er will. (Thomas S. Lutter)

Ab ins Wohnprojekt!

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Die Crowdfunding Aktion des oekom Verlags für das Buch Ab ins Wohnprojekt! Wohnträume werden Wirklichkeit hat begonnen.
Hier gehts zur Fundingseite
Der Verlag wird das Buch nur dann produzieren, wenn die Aktion erfolgreich ist.
Im Buch werden 19 Interviews veröffentlicht und einige Texte, in denen ich u.a. erzähle, wie ich zum Thema Wohnprojekte gekommen bin und welche Erkenntnisse ich im Lauf der Jahre gewonnen habe. Durch die Interviews habe ich natürlich viel Information erhalten, die ich im Buch weitergebe. Zudem habe ich einen Einblick in die Vielfalt der Möglichkeiten gewonnen und mutige und interessante Leute kennen gelernt.
Je mehr Leute von der Crowdfunding Aktion erfahren, umso größer ist die Chance, dass sie erfolgreich ist und das Buch produziert wird. Daher danke ich allen, die den Link weitersenden.

https://www.oekom-crowd.de/projekte/ab-ins-wohnprojekt/

Interviews im Buch

Im Januar 2017 habe ich begonnen, Frauen und Männer aus WohnprojektGruppen zu interviewen. Ich war in München, Berlin, Karlsruhe, Bonn, Köln, in Erftstadt, Vettweiß und Brühl, im Westerwald und im Bergischen Land.
Die Projekte, von denen die Interviews erzählen, haben unterschiedliche Rechtsformen. Einige sind als Eigentümerprojekt verwirklicht worden, andere als Investorenprojekt und wieder andere als Genossenschaftsprojekt. Die Interviews werden in einem Buch zu lesen sein, das im Herbst im oekom verlag herauskommen wird. Allerdings wird dieses Buch nur dann produziert, wenn die Crowdfunding Aktion erfolgreich sein wird, die am 8.8. im Internet gestartet wird. Das ist übermorgen.
Ich werde hier natürlich darüber berichten und auf die Fundingseite verlinken und freue mich darauf, die Entwicklung der Aktion hier teilen zu können.

Überall WohnprojektGruppen

Überall im Land tun sich Leute zusammen und fangen an, in kleinen Gruppen darüber nachzudenken, wie sie es anstellen können, gemeinsam zu wohnen. Mittlerweile gibt es viele Beispiele für bereits realisierte Wohnprojekte, und die meisten von ihnen erzählen Interessierten gern, wie sie es geschafft haben, ihre Vision vom gemeinsamen Wohnen und Leben umzusetzen.
Die Beweggründe, zusammen mit anderen ein WohnProjekt anzugehen, sind vielfältig. Und auch die Art der Umsetzung ist bei jedem Projekt anders. Überall sind die Bedingungen verschieden. Also kann man zwar von denen, die es schon geschafft haben, lernen, aber in jedem Fall ist das eigene Projekt etwas ganz Neues und muss mit den Bedingungen klar kommen, die vor Ort gegeben sind. Das ist eine Herausforderung, die ohne Durchhaltevermögen und Energie und Lernbereitschaft nicht zu stemmen ist.

Die eigenen Fehler erkennt man am besten mit den Augen anderer. (Konfuzius)

Myoshin Zeitler, Burg-Disternich eG

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Myoshin Zeitler hat mir von sich und ihrer Gruppe erzählt, und ich habe erfahren, dass es auf Burg Disternich nicht um ein Gemeinschaftliches Wohnprojekt geht, sondern um eine Lebensgemeinschaft:
Ich bin ganz neugierig zu erfahren, wie viele ihr hier seid und seit wann ihr hier wohnt?
Wir wohnen seit zwei, drei Monaten hier. Wir haben Ende Dezember 2017 gekauft, und die ersten sind Ende Februar 2018 eingezogen. Ich bin Ende März eingezogen. Vor drei Wochen ist das letzte Paar eingezogen, und es kommen noch welche. Wir sind derzeit sieben Erwachsene, zwei Teenager und zwei Kinder. Und dann gibt es so ein paar, die im Orbit kreisen. Wenn Menschen ihren Wohnort verlegen, müssen sie auch oft den Arbeitsplatz verlegen, und das geht manchmal nicht so schnell. Wir streben an, dass wir in diesem Jahr zwölf Erwachsene werden. Und dann haben wir noch die Möglichkeit für weitere Menschen. Wie es jetzt ist, könnten wir auf den vorhandenen Quadratmetern mit 20 bis 25 Menschen wohnen.
Das ganz Intervi…

Trudy Braun, Wohnprojekt Brühl 55plus

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Ende Mai habe ich Trudy Braun in Brühl zum Interview getroffen und sie zum Wohnprojekt 55plus befragt. 

Wie ist denn im Moment der Stand der Dinge?
Wir haben einen Bauträger, der in einem Neubaugebiet in Brühl ein Grundstück für ein Wohnhaus mit 1.200 Quadratmetern Wohnfläche für unsere Wohnprojektgruppe zur Verfügung stellt. Dieses Grundstück und das Gebäude, was dort errichtet wird, ist für uns reserviert.



Bauen ohne Geld

Dass das geht und wie das geht wird in dem Artikel bei bento beschrieben.
Aus dem Artikel kopiert:
Die Bauherren: 15 Erwachsene zwischen Mitte 20 und 40, vier Kinder. 
Der Plan: Fünf Stockwerke für bis zu 24 Menschen mit unterschiedlichen Lebensentwürfen, Einkommen, kulturellen Hintergründen.  Ein Gegenentwurf zur anonymen Nachbarschaft, in der keiner mehr weiß, wem man vor dem Urlaub seinen Ersatzschlüssel geben soll. In der nur einzieht, wer es sich leisten kann. Fünf Stockwerke für mehr Miteinander, mitten in der anonymen Großstadt – Stadtentwicklung von unten

"Wie kann ich bei euch meinen Platz finden?"

WohnprojektGruppen legen Wert auf Vielfalt. Aber wie geht Vielfalt? Wie gelingt sie?
Vielfalt ist DIE Herausforderung für alle WohnprojektGruppen, aber oft wissen wir nicht, wie wir so mit Vielfalt umgehen können, dass sie ihre Ressourcen entfalten kann. Das heißt, dass alle Beteiligten, jeder und jede Einzelne, den Platz in der Gruppe findet, von dem aus sie/er am besten FÜR das gemeinsame Anliegen tätig sein kann.
"Wie kann ich bei euch meinen Platz finden?" diese Frage wiederholte sich bei jedem Neuentreff, den ich im Lauf der Jahre für ganz unterschiedliche Gruppen begleitet habe. Oder in den Emails, die manchmal Leute versenden, in denen sie mitteilen, dass sie ihre Gruppe verlassen, steht oft: ".... ich habe meinen Platz nicht finden können..."
Bei einem Gespräch mit Joachim Kolboske von Lebensräume in Balance in Köln habe ich verstanden, was damit gemeint ist. Joachim hat viel Erfahrung mit Wohnprojekten, denn Lebensräume in Balanceist das drittes Projekt, i…