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Es werden Posts vom Oktober, 2019 angezeigt.

Workshop zum Umgang mit Nichtwissen und Nichtkönnen.

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Das wäre doch mal ein Angebot in einer Bildungseinrichtung für Erwachsene. Ein VHS- Kurs zum Beispiel. Ich fürchte jedoch, dieser Workshop würde wegen zu geringer Anmeldungen nicht stattfinden. Aber vielleicht irre ich mich auch. Mal sehn, ob ich mich mal traue und solch ein Workshop-Angebot mache.
Nichtwissen und Nichtkönnen wird üblicherweise als Mangel von etwas empfunden. Man will es nicht haben und versucht, diesen Mangel so schnell wie möglich zu beenden und sich das, was man nicht weiß oder kann, draufzuschaffen. So oder so oder so. Das ist ja auch eine gute Idee, denn Wissen und Können schaden in keinem Fall.
Jetzt leben wir aber in einer Zeit, in der Wissen und Können dermaßen vielfältig sind, dass wir alle, egal wie alt wir sind und was wir draufhaben, von Zeit zu Zeit damit konfrontiert werden, etwas nicht zu wissen und etwas nicht zu können. Und das ist der Moment, um den es mir geht und über den ich hier schreibe.
Mich interessiert dieser eine Moment, in dem ich feststell…

Persönlicher Entwicklungsprozess in Wohnprojektgruppen

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Wer sich zusammentut, um gemeinsam ein Wohnprojekt zu realisieren, denkt nicht unbedingt an einen persönlichen Entwicklungsprozess. Schließlich will man ja nur wohnen. Okay, diesmal zusammen mit anderen. Aber wieso soll dazu die eigene Entwicklung vonnöten sein?
Ich halte diese Einschätzung, sich selbst nicht entwickeln zu müssen, wenn man ein Wohnprojekt plant und verwirklicht, für eine Fehleinschätzung. Wer etwas tut, was er oder sie noch nie in ihrem Leben zuvor getan hat, sollte davon ausgehen, dass dieses Neue etwas erfordert, was er oder sie noch nicht kennt und noch nicht kann. Wer früher als Student*in in einer WG gewohnt hat, sollte nicht meinen, das würde als Erfahrung reichen, um später, oder erst im Alter, nochmal sowas ähnliches zu starten. Die Zeiten haben sich geändert. Man selbst auch. Wir wissen alle, wie individualisiertes Wohnen und Leben geht. Aber Gemeinschaftsleben? Wie das geht, das müssen wir lernen. Zumindest die allermeisten von uns.

Was passiert eigentlich, …

Hierarchie in selbstorganisierten Gruppen

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Zum Beispiel Wohnprojekt-Gruppen.
Leute tun sich zusammen mit der Idee, gemeinsam in einem Haus zu wohnen. Wie die einzelnen Wohnsituationen gestaltet werden, ist verschieden, aber meistens will jeder und jede ihre eigene Wohnung haben. Gemeinsam hat die Gruppe dann noch einen Gemeinschaftsraum für das Gruppenleben. Oft wird der Gruppe schnell klar, WAS zu tun ist, damit aus der Idee Wirklichkeit wird. Eins aber wird üblicherweise weder bedacht noch besprochen, und das ist das WIE.
Wie tun wir das, was zu tun ist?
Wie treffen wir als Gruppe Entscheidungen?
Wie kommunizieren wir innerhalb der Gruppe?
Wie kommunizieren wir nach außen?
Wie wählen wir unsere Sprecher*in?

WIE ORGANISIEREN WIR UNS?

Diese Frage ist aus meiner Sicht das wichtigste Thema, das zu Beginn einer Wohnprojektgruppe besprochen werden sollte. Dazu ist es gut zu wissen, was Organisationsentwicklung bedeutet, welche Möglichkeiten der Selbstorganisation es gibt und wie sich das Thema in den letzten Jahren ganz allgemein …