Gutes Miteinander

Was ist gutes Miteinander?
Diese Frager stelle ich mir immer wieder.
Die Antworten darauf sind vielfältig.
Eine Antwort ist:  Miteinander ist dann gut, wenn es allen Beteiligten gutgeht. 
Das heißt aber nicht, dass es harmonisch zugehen muss, damit Miteinander als gut erlebt wird.

Sich in eine Gruppe oder ein Team so einzufügen, dass es allen gutgehen kann, braucht Bewusstheit über sich selbst. Wie man tickt, wie man denkt, wie man fühlt und was einen triggert. Sich mit sich selbst auszukennen ist eine gute Voraussetzung dafür, dass es einem im Miteinander gutgeht. Und den anderen auch.

Gutes Miteinander ist aus meiner Sicht am ehesten dadurch gefährdet, dass die anderen Beteiligten bewertet und beurteilt werden. Und richtig schwierig wird es, wenn diese Bewertungen und Beurteilungen hintenrum mit wieder anderen besprochen werden.
Ich werde immer sehr hellhörig, wenn mir jemand von den "anderen" berichtet. 

Den Blick auf andere zu richten ist im Miteinander für viele einfacher, als ihn auf sich selbst zu richten. Wer nicht gelernt hat, auch im Miteinander im Kontakt mit sich selbst zu sein, verliert sich schnell aus den Augen. 
Was dann bleibt, sind die anderen, auf die man sich bezieht und auf die man reagiert. 
Man gerät dabei ins eigene Reiz- Raktionsmuster und meint, man habe keine Wahl fürs eigene Verhalten, weil die anderen sich so verhalten wie sie sich verhalten bzw. das sagen, was sie sagen.

Reiz - Reaktionsmuster sind nicht zuträglich für gutes Miteinander. 
Besser ist Bewusstheit von sich selbst
Was hilft ist die Aufteilung der eigenen Aufmerksamkeit: fünfzig Prozent nach innen zu sich selbst und fünfzig Prozent nach außen zu den anderen.







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