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Marion Volkmar

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Ein Auszug aus dem Interview mit Marion Volkmar von der Genossenschaft in Gründung "Hof der Familie" in Köln-Rondorf. "Wir hatten mit unserem Berater schon einmal einen Workshop zur Finanzplanung gemacht, und da sind die verschiedenen Dinge, die man berücksichtigen muss, besprochen worden. Wir wissen ja auch noch nicht, wie viel wir für das Grundstück zahlen müssen und wie hoch letztendlich die Baukosten sind, das ist alles noch offen. Das alles noch nicht zu wissen ist aber offensichtlich kein Hinderungsgrund, die Genossenschaft zu gründen. Nein. Das sind wir umgangen, indem wir sagen, diese Summen legt die Mitgliederversammlung fest." Hier gehts zum Interview

Heide Wroblewski

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Im November 2017 habe ich Heide Wroblewski in Karlsruhe in ihrem Wohnprojekt besucht und ein Interview mit ihr gemacht. Unter anderem sagt Heide: " Gemeinschaftsleben geht nicht ohne Räume, wo man sich treffen kann. Von Anfang an war klar, dass, wer hier einziehen möchte, zu der Wohnung, die er nehmen wird, sei es nun in Eigentum, in der Genossenschaft oder als Mieter, 5 Prozent der Entstehungskosten der Wohnung zusätzlich zahlen muss für die Gemeinschaftsräume und die Gemeinschaftsgrünflächen." Hier gehts zum Interview.

Eine Gemeinschaft kann zu einem egozentrischen System werden.

Die Interviews mit Männern und Frauen aus Gemeinschaftlichen WohnprojektGruppen führen zu Erkenntnissen, die ich so nicht erwartet hatte. Eine dieser Erkenntnisse ist, dass eine Gruppe, die Gemeinschaft anstrebt, ein egozentrisches System entwickeln kann. Egozentrik verbindet man gemeinhin mit einem einzelnen Menschen und nicht mit einer Gruppe von Menschen. Ohne viel drüber nachgedacht zu haben, war ich davon ausgegangen, dass egozentrisches Verhalten in Gruppen abgebaut wird, abgebaut werden muss, weil der egozentrische Mensch sonst nicht klar kommt, wenn es um gemeinschaftliches Denken und Verhalten geht. Mir war überhaupt nicht klar, dass eine ganze Gruppe sich egozentrisch verhalten kann, und mich interessiert die Frage, wie es dazu kommen kann. Bis jetzt habe ich lediglich Vermutungen. Ich werde ihnen nachgehen und von meinen Erfahrungen berichten. Übrigens: Wikipedia definiert:  Egozentrik  ( lateinisch   ego  „ich“ und  centrum  „Mittelpunkt“) be...

Wenn du schnell gehen willst, geh allein. Wenn du weit gehen willst, geh gemeinsam.

Sprichwort der Aborigines

Interview mit Joachim Kolboske

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Im Sommer 2017 war ich  zur Einweihungsfeier des Mehrgenerationen Wohnprojekts Lebensräume in Balance   in Köln Ostheim eingeladen. Joachim Kolboske ist einer der Bewohner des Projekts, und wir kamen ins Gespräch. Dabei erfuhr ich, dass dies das 3. Wohnprojekt ist, in das er einzieht. Ich fragte ihn,  ob er sich vorstellen kann, sich mit mir für ein Interview zu treffen. Mich interessierten seine Erfahrungen und die Schlüsse, die er daraus zieht. Joachim war gern bereit, sich mit mir zu treffen, und so kam ein langes Interview zustande, von dem ein Teil hier zu lesen ist.

Was ist eine ko-kreative Gemeinschaft?

Und was heißt eigentlich ko-kreativ? Google antwortet mit vielen Hinweisen. Einer kommt von business-wissen.de und versammelt in einem einzigen Titel die drei Worte: kooperativ, kollaborativ und kokreativ.  Alles Begriffe, die auf Miteinander hindeuten. Hier der Artikel: Erfolgsturbo im Wissenszeitalter - WIRtschaft heute: kooperativ, kollaborativ und kokreativ. Wettkampf als Standardmodus. Silodenken statt neuer Spielräume. Was uns bis hierher gebracht hat, bringt uns im neuen Zeitalter der Wissensgesellschaft nicht weiter! Kooperation statt Konkurrenz lautet die neue Devise. Der kokreative Austausch mit anderen ist der Erfolgsfaktor der Zukunft – und schafft ganz nebenbei ein besseres Arbeitsklima. Besonders wichtig dabei: ein neues Mindset. Wissen teilen. Unterschiedliche Perspektiven nutzen. Diversität leben. Und gemeinsam gewinnen. Hierarchische Strukturen, ergebnisorientierte Karrierepfade, konkurrierende Zielvereinbarungen und der Kampf um Budgets oder Leistungszula...

Bettina Noesser von STADTRAUM 5und4

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Wie findest du den Ansatz, dass die privaten Wohnflächen in einem gemeinschaftlichen Wohnprojekt kleiner gehalten werden zugunsten der Gemeinschaftsflächen? Das finde ich sehr wesentlich. Das Ökologische im Sinne von Energiesparen ist ja allen klar, was nicht heißt, dass es überall schon umgesetzt ist, aber das ist irgendwie Standard. Das Thema der jetzigen Zeit in Bauprojekten, und insbesondere auch bei gemeinschaftlichen Projekten, ist die Suffizienz. … entschuldige, wenn ich dich unterbreche, aber kannst du bitte erklären, was mit Suffizienz gemeint ist? Suffizienz heißt ungefähr: es genügt. Es gibt keinen richtig guten deutschen Begriff dafür. Eher die Frage: Was brauche ich wirklich, was genügt?  Mehr über Suffizienz im Interview mit Bettina Noesser von STADTRAUM 5und4

1. Barcamp "Gemeinschaftlich Bauen und Wohnen" in Köln

Gestern, am 2.12. hat das 1. Barcamp zum Thema Gemeinschaftlich Bauen und Wohnen in Köln stattgefunden. Eingeladen hatte die Wohnschule der Melanchthon Akademie und die Genossenschaftsinitiative STADTRAUM 5und4 . Die Akademie hatte das ganze Haus zur Verfügung gestellt, ein Mittagessen spendiert und für alle jederzeit Café, Tee oder Mineralwasser bereit gehalten. Alles war toll vorbereitet: im Foyer lagen Namensschildchen zum Anklipsen bereit, und in jedem der Räume, die uns zur Verfügung standen, war ein Moderationskoffer, Flipchart und Pinwand und/oder Whiteboard. Ungefähr 60 Teilnehmende waren gekommen. Joachim Ziefle, der Stellvertretende Leiter der Akademie und Mitgründer der Wohnschule, hat die Plenumstreffen zu Beginn und am Ende des Barcamps moderiert. Viele Teilnehmende kamen von STADTRAUM 5und4 und hatten Themen für die Sessions mitgebracht. Eine tolle gemeinsame Erfahrung, darin waren sich alle einig. Und auch, dass sie mehr wollen: mehr zum Thema Gemeinschaftlich Bauen...

Interview mit Brigitte Karhoff, Vorstand der Ko-Operativ eG in NRW

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Woran merken Sie, ob die Gruppe, die sich an Sie wendet, erfolgreich sein wird mit dem, was sie vorhat, oder eher nicht? Jede Gruppe ist dadurch gekennzeichnet dass es einen harten Kern von Leuten gibt, denen wir zutrauen, dass sie tatsächlich so ein Projekt stemmen. Da verlassen wir uns auf unser Erfahrungswissen, um zu erkennen, ist das wirklich tragfähig oder nicht. Und es gibt auch im Projektverlauf immer wieder Stufen wo deutlich wird, funktioniert das oder trägt das gar nicht. Wenn die Kerngruppe nicht tragfähig ist, dann würden wir sagen, lassen Sie lieber die Finger davon. Hier gehts zum Interview

Gerald Hüther

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Den folgenden Text habe ich von der Webseite Gerald Hüthers kopiert: Das in uns Menschen angelegte Potential ist bisher nur in Ansätzen zur Entfaltung gekommen. Der Grund dafür ist nicht die begrenzte Entwicklungsfähigkeit unserer Gehirne, sondern unsere Unfähigkeit zur Herausbildung von kokreativen Gemeinschaften. Solche Gemeinschaften zeichnen sich dadurch aus, dass sie jedem einzelnen Mitglied nicht nur größtmögliche Freiräume, sondern auch optimale Möglichkeiten und Anregungen für seine individuelle Entwicklung bieten und gleichzeitig ein Höchstmaß an Verbundenheit und Geborgenheit gewährleisten. Die Mitglieder solcher individualisierten Gemeinschaften machen sich nicht länger gegenseitig zu Objekten ihrer jeweiligen Absichten und Interessen oder ihrer Erwartungen und Bewertungen. Stattdessen begegnen sie einander als Subjekte. Sie emanzipieren sich von ihren Objektrollen und beginnen so als Einzelne wie auch als Gemeinschaft über sich hinauszuwachsen. Die Ermöglichung solcher T...

Lisa Hugger, ProjektEntwicklerin und ProjektSteuerin

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Würden Sie bitte mal beschreiben, was Projektsteuerung ist? Wenn ein Projekt entwickelt ist, das heißt: die Idee ist da, ein Grundstück ist da, die Finanzierung ist geklärt, die Rechtsform und die vertragliche Verbindung, das Konzept sowieso, und die Planung in den Grundzügen steht, braucht man einen Zeit- und Maßnahmenplan über den Gesamtprozess. Neben der eigentlichen Bautätigkeit, den Architekt, bzw. Bauleiter verantworten, werden alle anderen Rahmenbedingungen projektiert. Dazu gehört u.a. die Finanzierungskomponente, d.h. die Planung des Geldbedarfs, des Geldabrufs, der Verfügbarkeit und die Vorlage von entsprechenden Nachweisen. Hier ist die Projektsteuerung in Zusammenarbeit mit den Architekten und Bauleitern gefragt, die Abläufe in Absprache mit den finanzierenden Banken und sonstigen Geldgebern und den Bauherren zu koordinieren und abzustimmen. Hier gehts zum Interview mit Lisa Hugger

Wohnschule

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Als ich den Begriff zum ersten Mal gelesen habe, war ich sehr verwundert: Wohnschule? Es war 2013, als ich eine Ankündigung im Programm der Melanchthon Akademie in Köln fand, in der Workshops der Wohnschule angekündigt wurden. Ich habe mich sofort angemeldet. 2017 habe ich die Gründer der Wohnschule, Karin Nell und Joachim Ziefle interviewt. Hier gehts zu den Interviews.

"Vielfalt"...

Ich stelle fest, dass in Gemeinschaftlichen Wohnprojekt-Gruppen Vielfalt ein Wort ist, das gern und oft gebraucht wird, um zu zeigen, dass man niemanden ausschließt, sondern offen sein will für alle. Auch für diejenigen, die anders sind, eine andere Hautfarbe haben, eine andere Sprache sprechen, aus anderen Ländern kommen, andere sexuelle Orientierungen haben, andere körperliche Bedingungen. Vielfalt soll heißen: wir wollen und wir trauen uns zu, mit denen, die anders sind, zusammen zu wohnen und zu leben. Dabei wird oft übersehen, dass auch weniger deutliche Unterscheidung als Hautfarbe oder Sprache schon Vielfalt sein kann. Zum Beispiel im Denken und im Ausdruck und im Verhalten kann es unter denjenigen schon so große Unterschiede geben, die auf den ersten Blick als gleich gelten. Wer die gleiche Sprache spricht, kann diese Sprache vollkommen unterschiedlich nutzen. Gleicher Bildungshintergrund kann vollkommen unterschiedlich gelebt werden kann. Gleiche Herkunft kann sich vollkomm...

Diskussionen führen oft in die Verwirrung.

In Gruppen wird oft und gern diskutiert. Es geht dabei meist um ein bestimmtes Thema, das zu besprechen ist und oft auch darum, zu einer Einigung zu kommen, also zu einem Beschluss, damit es weitergehen kann mit dem, was die Gruppe sich vorgenommen hat. Diskussion heißt, dass alle Beteiligten die Möglichkeit haben, sich zu Wort zu melden und darzustellen, was ihre Meinung ist. Es heißt auch, dass die Anwesenden auf das, was die anderen sagen, reagieren können. Die häufigste Reaktion ist ein Widerspruch oder eine Aussage, die einen anderen Aspekt ins Spiel bringt. Oft wird bei solchen Diskussionsrunden nicht unterschieden zwischen Information und Gedanke und Empfindung und Idee und Meinung und Befürchtung und Bedenken und Einwand. Dieses Nichtunterscheiden kann dazu führen, dass immer mehr Worte ins Spiel kommen, die sich, wenn es gut läuft, alle IRGENDWIE ums gemeinsame Thema drehen, aber soviel unterschiedliche Aspekte ansprechen, dass den Beteiligten IRGENDWANN der Kopf schwirrt. ...

Wohnen im Alter

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Interview mit Uli und Christel Binder aus Erftstadt   vom Verein ALTERnatives Wohnen Erftstadt. Die beiden haben gemeinsam mit anderen zunächst eins, und danach noch zwei weitere Wohnprojekte in Erftstadt bei Köln realisiert.