"Wenn über das Grundsätzliche keine Einigkeit besteht, ist es sinnlos, miteinander Pläne zu machen." (Konfuzius)
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Der Film Ungleichland. Wie aus Reichtum Macht wird.
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Am Thema Wohnen wird die gesellschaftliche Ungleichheit aufgezeigt. Und darüber gibt es diesen tollen Beitrag in der ARD Mediathek. Ungleichland. Wie aus Reichtum Macht wird. Nachdem ich den Film gesehen hatte, war ich erstmal .... für ein paar Sekunden saß ich da, sprachlos und ratlos und dachte über die letzte Filmsequenz nach: Herr Gröner sitzt im weißen Hemd mit blauer Krawatte auf einer Couch in einem Zimmer mit riesigen Fensterscheiben, in denen sich die Inneneinrichtung spiegelt: Designermöbel. Er tippt auf die Tasten des Laptops, das auf dem Couchtisch steht. Dann fragt ihn die Reporterin: "Fühlen Sie sich denn mächtig?" Er hört auf zu tippen, wendet sich der Fragerin zu, lächelt ein wenig, reibt sich die Hände, sagt "ja" und nickt dabei. Dann die Reporterin: "Und wer ist mächtiger, Sie oder Politiker?" Gröner: "Naja, wir sind schon mächtig, wir Unternehmer. Wir sind deutlich mächtiger, weil wir sind unabhängig. Ich würde gern in die Polit...
Interview mit Frank Nitsche, Vorstand der Möckernkiez eG in Berlin
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Können wir mal ein paar Daten und Fakten benennen? Wie viele Wohnungen gibt es hier? 471 Wohnungen, von 1 bis 7 Zimmer und von 28 bis 150 Quadratmeter. Die Mehrzahl ist im Bereich von 2 bis 3 Zimmer, zwischen 45 und 70 Quadratmeter, da spielt sich sehr viel ab. Die Genossenschaft war nicht frei in der Wahl der Zusammensetzung, sie hatte gewisse Spielräume, die waren vom Bezirk vorgegeben. Innerhalb der 471 Wohnungen haben wir auch 6 Spezialwohnungen, sogenannte Studio-WGs. Das sind Wohnungen in der Wohnung, das heißt mit anderen Worten, wenn Sie aus ihrer Ein- oder Zweizimmer-Wohnung heraustreten, dann sind Sie nicht in einem Treppenhaus, wie üblich, sondern Sie sind in einer Gemeinschaftsfläche, die Sie sich mit 3 anderen Parteien teilen. Hier gehts zum Interview
Interview mit Tanja Corbach, Bildende Künstlerin
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Du hast letztes Jahr ein Projekt in Köln gemacht. Ja, Anfang 2017 habe ich für die GAG, eine große Wohnungsbaugesellschaft in Köln, ein Beteiligungs-Projekt in Köln-Buchheim mit knapp 100 mitwirkenden Bürgern/innen ausgeführt. Es ging um die Gestaltung der Außenwände einer im Lebensraum sehr präsenten Blockgarage. Vonseiten der GAG gibt es eine große Aufmerksamkeit, was das Einbinden der Bewohner/innen angeht. Sie haben ein großes Bewusstsein dafür, wie wichtig der soziale Aspekt für diese Quartiere ist. Für mich war das Spannende an diesem Projekt, dass es ganz offen angelegt war. Das heißt, es konnten über 4 Tage sämtliche Bewohner/innen mitmachen. Hier gehts zum Interview
Beginenhof eG in Köln, ein Interview mit Christine Müthrath.
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Würdest du sagen, dass alle, die so ein Wohnprojekt planen, den Kostenfaktor für eine Projektbegleitung nicht scheuen sollten? Auf jeden Fall. Es kommt natürlich drauf an. Wenn es eine Gruppe gibt mit Menschen, die etwas vom Bauen verstehen und die geschult sind... aber allgemeine Fähigkeiten allein reichen nicht, man braucht mehr, man braucht Menschen, die Kompetenzen diesbezüglich mitbringen. Projekte des sogenannten „Anderen Wohnens“ sind ein neuer, umfassender Kompetenzbereich. So ein Projekt erträgt es nicht, dass erst noch lange Kompetenzen entwickelt werden, die müssen schon da sein, glaube ich. Wir haben auch viel gelernt, aber es braucht jemanden, zumindest in der Anfangsphase, der vernetzt ist und Verhandlungstechniken zur Verfügung hat und auch immer wieder die Gruppe motivieren kann. Denn es gab auch immer mal wieder Durststrecken. Ich finde professionelle Projektbegleitung sehr wichtig. Hier gehts zum Interview
Die GAG Immobilien AG in Köln und Gemeinschaftliche Wohnprojekte
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Im Januar 2018 habe ich mich zum Interview mit Sabine Seitz getroffen, Referentin für neue Wohnformen, Soazialmanagment der GAG Immobilien AG in Köln. Unter anderem habe ich sie gefragt: Was muss eine Gruppe bieten, um für die GAG interessant zu sein? Was erwarten Sie von einer Gruppe? Sabine Seitz: Also ich muss bei einem Gespräch das Gefühl haben, dass sie genau wissen, was sie wollen und auch starke Persönlichkeiten an der Front haben. Hier gehts zum Interview
Marion Volkmar
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Ein Auszug aus dem Interview mit Marion Volkmar von der Genossenschaft in Gründung "Hof der Familie" in Köln-Rondorf. "Wir hatten mit unserem Berater schon einmal einen Workshop zur Finanzplanung gemacht, und da sind die verschiedenen Dinge, die man berücksichtigen muss, besprochen worden. Wir wissen ja auch noch nicht, wie viel wir für das Grundstück zahlen müssen und wie hoch letztendlich die Baukosten sind, das ist alles noch offen. Das alles noch nicht zu wissen ist aber offensichtlich kein Hinderungsgrund, die Genossenschaft zu gründen. Nein. Das sind wir umgangen, indem wir sagen, diese Summen legt die Mitgliederversammlung fest." Hier gehts zum Interview
Heide Wroblewski
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Im November 2017 habe ich Heide Wroblewski in Karlsruhe in ihrem Wohnprojekt besucht und ein Interview mit ihr gemacht. Unter anderem sagt Heide: " Gemeinschaftsleben geht nicht ohne Räume, wo man sich treffen kann. Von Anfang an war klar, dass, wer hier einziehen möchte, zu der Wohnung, die er nehmen wird, sei es nun in Eigentum, in der Genossenschaft oder als Mieter, 5 Prozent der Entstehungskosten der Wohnung zusätzlich zahlen muss für die Gemeinschaftsräume und die Gemeinschaftsgrünflächen." Hier gehts zum Interview.
Eine Gemeinschaft kann zu einem egozentrischen System werden.
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Die Interviews mit Männern und Frauen aus Gemeinschaftlichen WohnprojektGruppen führen zu Erkenntnissen, die ich so nicht erwartet hatte. Eine dieser Erkenntnisse ist, dass eine Gruppe, die Gemeinschaft anstrebt, ein egozentrisches System entwickeln kann. Egozentrik verbindet man gemeinhin mit einem einzelnen Menschen und nicht mit einer Gruppe von Menschen. Ohne viel drüber nachgedacht zu haben, war ich davon ausgegangen, dass egozentrisches Verhalten in Gruppen abgebaut wird, abgebaut werden muss, weil der egozentrische Mensch sonst nicht klar kommt, wenn es um gemeinschaftliches Denken und Verhalten geht. Mir war überhaupt nicht klar, dass eine ganze Gruppe sich egozentrisch verhalten kann, und mich interessiert die Frage, wie es dazu kommen kann. Bis jetzt habe ich lediglich Vermutungen. Ich werde ihnen nachgehen und von meinen Erfahrungen berichten. Übrigens: Wikipedia definiert: Egozentrik ( lateinisch ego „ich“ und centrum „Mittelpunkt“) be...
Wenn du schnell gehen willst, geh allein. Wenn du weit gehen willst, geh gemeinsam.
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Interview mit Joachim Kolboske
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Im Sommer 2017 war ich zur Einweihungsfeier des Mehrgenerationen Wohnprojekts Lebensräume in Balance in Köln Ostheim eingeladen. Joachim Kolboske ist einer der Bewohner des Projekts, und wir kamen ins Gespräch. Dabei erfuhr ich, dass dies das 3. Wohnprojekt ist, in das er einzieht. Ich fragte ihn, ob er sich vorstellen kann, sich mit mir für ein Interview zu treffen. Mich interessierten seine Erfahrungen und die Schlüsse, die er daraus zieht. Joachim war gern bereit, sich mit mir zu treffen, und so kam ein langes Interview zustande, von dem ein Teil hier zu lesen ist.
Was ist eine ko-kreative Gemeinschaft?
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Und was heißt eigentlich ko-kreativ? Google antwortet mit vielen Hinweisen. Einer kommt von business-wissen.de und versammelt in einem einzigen Titel die drei Worte: kooperativ, kollaborativ und kokreativ. Alles Begriffe, die auf Miteinander hindeuten. Hier der Artikel: Erfolgsturbo im Wissenszeitalter - WIRtschaft heute: kooperativ, kollaborativ und kokreativ. Wettkampf als Standardmodus. Silodenken statt neuer Spielräume. Was uns bis hierher gebracht hat, bringt uns im neuen Zeitalter der Wissensgesellschaft nicht weiter! Kooperation statt Konkurrenz lautet die neue Devise. Der kokreative Austausch mit anderen ist der Erfolgsfaktor der Zukunft – und schafft ganz nebenbei ein besseres Arbeitsklima. Besonders wichtig dabei: ein neues Mindset. Wissen teilen. Unterschiedliche Perspektiven nutzen. Diversität leben. Und gemeinsam gewinnen. Hierarchische Strukturen, ergebnisorientierte Karrierepfade, konkurrierende Zielvereinbarungen und der Kampf um Budgets oder Leistungszula...
Bettina Noesser von STADTRAUM 5und4
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Wie findest du den Ansatz, dass die privaten Wohnflächen in einem gemeinschaftlichen Wohnprojekt kleiner gehalten werden zugunsten der Gemeinschaftsflächen? Das finde ich sehr wesentlich. Das Ökologische im Sinne von Energiesparen ist ja allen klar, was nicht heißt, dass es überall schon umgesetzt ist, aber das ist irgendwie Standard. Das Thema der jetzigen Zeit in Bauprojekten, und insbesondere auch bei gemeinschaftlichen Projekten, ist die Suffizienz. … entschuldige, wenn ich dich unterbreche, aber kannst du bitte erklären, was mit Suffizienz gemeint ist? Suffizienz heißt ungefähr: es genügt. Es gibt keinen richtig guten deutschen Begriff dafür. Eher die Frage: Was brauche ich wirklich, was genügt? Mehr über Suffizienz im Interview mit Bettina Noesser von STADTRAUM 5und4
1. Barcamp "Gemeinschaftlich Bauen und Wohnen" in Köln
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Gestern, am 2.12. hat das 1. Barcamp zum Thema Gemeinschaftlich Bauen und Wohnen in Köln stattgefunden. Eingeladen hatte die Wohnschule der Melanchthon Akademie und die Genossenschaftsinitiative STADTRAUM 5und4 . Die Akademie hatte das ganze Haus zur Verfügung gestellt, ein Mittagessen spendiert und für alle jederzeit Café, Tee oder Mineralwasser bereit gehalten. Alles war toll vorbereitet: im Foyer lagen Namensschildchen zum Anklipsen bereit, und in jedem der Räume, die uns zur Verfügung standen, war ein Moderationskoffer, Flipchart und Pinwand und/oder Whiteboard. Ungefähr 60 Teilnehmende waren gekommen. Joachim Ziefle, der Stellvertretende Leiter der Akademie und Mitgründer der Wohnschule, hat die Plenumstreffen zu Beginn und am Ende des Barcamps moderiert. Viele Teilnehmende kamen von STADTRAUM 5und4 und hatten Themen für die Sessions mitgebracht. Eine tolle gemeinsame Erfahrung, darin waren sich alle einig. Und auch, dass sie mehr wollen: mehr zum Thema Gemeinschaftlich Bauen...