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Wie treffen Gruppen Entscheidungen?

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Und wer entscheidet, wie die Gruppe Entscheidungen trifft? In allen Wohnprojektgruppen, die ich kennen gelernt habe, war klar, dass Entscheidungen nach dem Mehrheitsprinzip getroffen werden. Das ist demokratisch.  Jeder und jede hat eine Stimme. Wenn es dann soweit ist und alles besprochen wurde und die Entscheidung ansteht, fragt der Moderator oder die Moderatorin: wer ist dafür, wer ist dagegen, wer enthält sich. Die Stimmen werden gezählt, und wenn die meisten Stimmen dafür sind, gilt der Vorschlag als angenommen. Auch dann, wenn nur 51% der Stimmen dafür sind, gilt er als angenommen. Und niemand fragt, was mit den 49% ist, die nicht dafür gestimmt haben, weil alle davon ausgehen, dass die Mehrheit gewinnt. Auch wenn sie knapp ist. Trump hatte eine knappe Mehrheit. Der Brexit hatte auch eine knappe Mehrheit. Ich fahre morgen nach Berlin zu einem Workshop. Systemisches Konsensieren. Ich glaube es war Anfang 2016, als ich meinen ersten Workshop im Systemischen Konsen...

Bilder

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Da ich die folgenden BlogTexte mit Bildern begleiten möchte, werde ich auf mein Archiv mit Fotos von blühende Blumen zurückgreifen. Vor ein paar Jahren habe ich einen Sommer lang Rosen fotografiert. In allen Farben und Größen, überall wo ich sie gefunden habe, vor allem in Deutschland und Holland.

Es hat eine Weile gedauert

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In den letzten Wochen habe ich darüber nachgedacht, wie es weitergehen kann mit diesem Blog. In welche Richtung ich mich mit dem Thema Gemeinschaft und der Frage "Wie geht Gemeinschaft?" bewegen will. Während dieses Klärungsprozesses habe ich hier nichts gepostet, weil ich nicht wusste, was ich schreiben soll. Es schien mir uninteressant zu sein, meine Hins und Hers im Thema öffentlich zu machen. Also war ich lieber still. Allmählich deutet sich ein Weg an, den ich in den nächsten Monaten und vielleicht Jahren gehen und worüber ich hier schreiben möchte. Meine Idee ist, in diesem Blog zu dokumentieren, wie ich mein neues Projekt beginne, welche Vision ich habe und wie ich plane, sie umzusetzen. Dabei geht es natürlich um gemeinschaftliches Wohnen.

Rezension von Carolin Herrmann, Schnittpunkt Alter.

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Hier ist die Rezension zum Buch Ab ins Wohnprojekt! von Carolin Herrmann erschienen.

Führungsrollen und -qualitäten in Wohnprojekten

Durch die Interviews für das Buch  Ab ins Wohnprojekt!  und jetzt durch die Lesungen, zu denen ich eingeladen werde, lerne ich beeindruckende Männer und Frauen kennen, die in langjähriger Arbeit an der Verwirklichung ihrer Idee, gemeinsam mit anderen, gearbeitet haben. Ehrenamtlich. Freiwillig. Für sich selbst und immer auch für andere. Ihr Erfahrungswissen ist anderes Wissen als das von Experten und Fachleuten. Sie berichten nämlich immer auch von Enttäuschung und Frustration und vom Durchhalten und Überwinden von Hindernissen, von anderen aus der Gruppe, die entweder unterstützend mitgemacht oder sabotierend gewirkt haben. Sie erzählen von Situationen, in denen die Gruppe so geschrumpft ist, dass nur noch ganz wenige, manchmal sogar nur noch eine oder einer übrig geblieben ist.  Die Führungsqualitäten solcher Männer und Frauen aus der Wohnprojekteszene beeindrucken mich sehr. Alle berichten davon, dass sie aus der eigenen Gruppe oft wenig Anerkennung erhalten. ...

Position und Rolle

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Eine Position ist eine Stellung innerhalb eines Systems sozialer Beziehungen. Eine Position ist etwas Festes und wird vom Verhalten desjenigen oder derjenigen gefüllt, die die Position einnimmt. Eine Rolle hingegen ist dynamisch. Sie orientiert sich an den Aufgaben die zu erfüllen sind. Wer eine Rolle in einer Wohnprojektgruppe übernimmt, tut dies in der Haltung, sich mit seinen Fähigkeiten für die anstehende Aufgabe als Person zur Verfügung zu stellen. Rollen werden manchmal überflüssig, weil die anliegenden Aufgaben erledigt sind. Positionen sind immer an den jeweiligen Menschen gebunden, der sie einnimmt. Menschen aber werden nie überflüssig. Demnach kann es sein, dass eine Position in einer Wohnprojektgruppe länger als notwendig von jemandem besetzt bleibt, nur weil nicht unterschieden wird zwischen Rolle und Position. Die grundliegende Idee von Wohnprojektgruppen widerspricht der Idee von Positionen, da Wohnprojektgruppen vor allem Dynamik und Veränderungskultur brauchen, um l...

Gibt es Führung ohne Hierarchie?

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Wenn Wohnprojektgruppen sich nicht um die Kompetenzen der einzelnen Mitglieder kümmern, dann hat das mehrere Gründe. Ein Mal wissen sie oft nicht, wie sie es machen sollen, dass jeder und jede offen sagen kann, was sie besonders gut kann. Meistens fehlt das Interesse am Können der anderen. Warum das so ist, kann ich nur vermuten. Ich glaube, die meisten wissen nicht wie sie mit den Verschiedenheiten umgehen können. Dann glaube ich auch, dass die Gründer*innen oft an ihrer Führungsrolle hängen und darauf bedacht sind, sie nicht abzugeben. Schließlich haben sie die Idee gehabt und sind schon viele Schritte gegangen, die die Gruppe ohne sie so nicht gegangen wäre. Es liegt nicht in ihrem Interesse, die vielen verschiedenen Fähigkeiten, die mit den neuen Mitgliedern in die Gruppe kommen, lebendig werden zu lassen. Und ich glaube auch, dass die Organisationsidee, die vielen Gruppen zugrunde liegt, von hierarchischem Denken geprägt ist. Auch wenn immer und überall betont wird, dass man p...

Wie gehen WohnProjektGruppen mit den vielen Kompetenzen um?

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Oft wissen WohnprojektGruppen nicht, wie sie mit den vielen Kompetenzen, die in ihrer Gruppe zusammenkommen, umgehen sollen. Und da sie es nicht wissen, gehen sie überhaupt nicht damit um und lassen das Thema einfach liegen. Sie tun dann so, als gäbe es die vielen Kompetenzen nicht. Und da viele oft erst später zur Gründungsgruppe dazustoßen, halten sie sich erstmal zurück. Auch mit dem, was sie draufhaben. Das ist aus meiner Sicht ein Fehler. Der jedoch nicht von den Dazugekommenen gemacht wird, sondern von denen, die bereits zur Gruppe gehören, also von den Gründer*innen. Sie müssten alle, die dazustoßen, nicht nur fragen, was erwartest du von diesem Projekt, sondern auch, was kannst und willst du in dieses Projekt einbringen? Was sind deine Kompetenzen? Wie viel davon bist du bereit zu geben? Und was brauchst du, damit du Freude daran hast, das, was du kannst, hier bei uns einzubringen? Was können wir tun, damit du dich hier bei uns entfalten kannst mit dem, was dir liegt und worin...

So viel Kompetenz

Ich bin immer wieder erstaunt, wie viel Kompetenz zusammenkommt, wenn sich Leute über 50 treffen, die an einem gemeinsamen Wohnprojekt interessiert sind. Oder auch in der Zukunftswerkstatt, in der es darum geht, sich mit Lebensgestaltung nach dem Berufsleben zu beschäftigen. Oder bei Gesprächen auf den Lesungen aus dem Buch Ab ins Wohnprojekt! Oder bei runden Geburtstagen...  zum 60. zum 70. zum 80. und so weiter. Alter und Kompetenz ist eine Kombination, die üblicherweise nur dann zusammen gedacht wird, wenn der alte Mensch etwas besonderes geleistet hat: ein erfolgreiches Buch geschrieben hat, eine Position im öffentlichen Leben innehat oder hatte, berühmt und bekannt ist, weil er oder sie einen Beruf ausgeübt hat oder ausübt, der in der Öffentlichkeit stattfindet. Ich wollte hier auf die Kompetenz älterer Männer und Frauen zu sprechen kommen, die nicht berühmt sind und nichts Außergewöhnliches geleistet haben. Die "nur" ihr "normales" Leben leben, ihren Beruf a...

In Vorbereitung

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Derzeit bereite ich einen Workshop vor, in dem es um das Systemische Konsensieren geht. Mittlerweile wird der Begriff oft verwendet, aber was das Systemische Konsensieren genau ist und wie es geht und was es bewirkt und wie man es einsetzt, ist oft nur ansatzweise bekannt. Ich finde auch interessant, immer wieder von WohnprojektGruppen zu hören, dass sie zwar eine Einführung ins Systemische Konsensieren gemacht haben, es dann aber nicht anwenden. Wenn ich dann frage wieso nicht, heißt es meist: die Gruppe will das nicht. Ich möchte gerne herausfinden, was der Grund für den Widerstand gegen die Anwendung des Systemischen Konsensierens ist. Meine Vermutung ist, dass es sich um den weit verbreiteten Widerstand gegen etwas Neues handelt, gegen etwas, das man nicht kennt und dass man erst lernen muss. Das Systemische Konsensieren muss man lernen. Und selbst wenn man die Methodik verstanden hat, kommt man immer wieder bei der Anwendung an Stellen, an denen das alte Denken die Regie überni...

Heute Abend in der Melanchthon-Akademie

Die Veranstaltung war für 17.30 Uhr angesetzt und sollte um 19 Uhr enden. Der Plan war, dass ich aus dem Buch Ab ins Wohnprojekt! vorlese und Joachim Kolboske und Wilhelm Schwedes von ihren Erfahrungen aus dem Mehrgenerationen-Projekt Lebensräume in Balance in Köln-Ostheim berichten. Sieben Interessierte waren gekommen. Einige hatten ebenfalls Erfahrungen mit gemeinschaftlichen Wohnprojekten und haben davon erzählt. Der Austausch war interessant, offen und ehrlich. Mich hat es gefreut zu hören, dass einige das Buch Ab ins Wohnprojekt! als Arbeitsbuch nutzen und Gedanken und Ausführungen für Klärungsgespräche in der eigenen Gruppe aufgreifen. Auf dem Heimweg von der Veranstaltung habe ich überlegt, wie ich weitermachen kann und wie das nächste Buch sein könnte, in dem es natürlich wieder um gemeinschaftliches Wohnen gehen wird. Anerkennung für seine Arbeit zu bekommen gibt Kraft. Diese Erfahrung machen zu können ist schön und macht mich zufrieden und glücklich.

Auszug aus dem Buch Ab ins Wohnprojekt!

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Lernen, lernen, lernen. Nachdem ich 2013 die Wohnschulen-Workshops und einige Wohnprojekte in Köln und Bonn besucht hatte, war mir klar geworden, dass das Thema des gemeinschaftlichen Bauens und Wohnens komplexer ist, als ich gedacht hatte. Mein besonderes Interesse richtete sich auf die Kultur der Gemeinschaft, vor allem auf die Art, wie in Gruppen kommuniziert wird und wie Gruppen ihre Entscheidungen treffen. Ich wusste, wenn ich in einer Planungsgruppe mitmachen wollte, dann musste ich dazulernen. Überall in der Szene hörte ich den Begriff „Partizipation“. Aber wie geht Partizipation? Ich wollte verstehen, wie ein Gruppenprozess abläuft. Wie es hinzukriegen ist, dass alle gehört werden. Und wie die ganzen Verschiedenheiten zusammenkommen können.    Und so habe ich mich auf die Suche begeben nach Fortbildungsangeboten. Ich habe zahlreiche Seminare und Workshops besucht, etwa zur Gewaltfreien Kommunikation, zu Kreisgesprächen oder zur Entscheidungsfindung mithilfe des Sy...

Lesung in Düsseldorf.

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Am Mittwoch, dem 13. Februar lese ich aus dem Buch Ab ins Wohnprojekt!   in Düsseldorf in der   Tersteegenkirche ,  Tersteegenplatz 1, Golzheim/Stockum Der Eintritt ist frei. 

"Modularer Leitfaden für Cohousinggruppen"

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Unter dieser Überschrift schreibt Dr. Kerstin Schulenburg über alles was wichtig und zu bedenken ist, wenn sich eine Initiativgruppe bildet, um ein gemeinschaftliches Wohnprojekt zu gründen. Hier geht es zu ihrer Website.

Auszug aus dem Buch "Ab ins Wohnprojekt!"

Jedes einzelne Projekt hat seine persönliche und individuelle Geschichte. Oft beginnt sie damit, dass bei irgendeiner Gelegenheit im privaten Kreis das Thema Wohnen auf den Tisch kommt und jemand fragt: „Wie wäre es, wenn wir irgendwann mal alle zusammen wohnen würden?“ Oder jemand erzählt von einem Film, in dem es um gemeinsames Wohnen geht. Oder jemand hat ein Buch oder einen Bericht in einem Magazin oder einen Artikel in einer Zeitung gelesen. Oder jemand hat jemanden kennengelernt, der oder die in einem Wohnprojekt wohnt oder gemeinsam mit anderen ein Projekt plant. Oft ergibt sich dann ein fröhliches Herumspinnen nach dem Motto: „Was wäre wenn ...?“. Ich kenne eine Gruppe von langjährigen Freunden und Freundinnen, die sich mehrmals im Jahr reihum zu einem mehrstündigen Essen trifft und seit Jahren zusammen überlegt, wie es wäre, wenn sie zusammen wohnten. Die Idee bereitet allen viel Freude, und sie entwickeln die tollsten Ideen. Ich war einmal als Gast bei einem solchen Essen dab...