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Position und Rolle

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Eine Position ist eine Stellung innerhalb eines Systems sozialer Beziehungen. Eine Position ist etwas Festes und wird vom Verhalten desjenigen oder derjenigen gefüllt, die die Position einnimmt. Eine Rolle hingegen ist dynamisch. Sie orientiert sich an den Aufgaben die zu erfüllen sind. Wer eine Rolle in einer Wohnprojektgruppe übernimmt, tut dies in der Haltung, sich mit seinen Fähigkeiten für die anstehende Aufgabe als Person zur Verfügung zu stellen. Rollen werden manchmal überflüssig, weil die anliegenden Aufgaben erledigt sind. Positionen sind immer an den jeweiligen Menschen gebunden, der sie einnimmt. Menschen aber werden nie überflüssig. Demnach kann es sein, dass eine Position in einer Wohnprojektgruppe länger als notwendig von jemandem besetzt bleibt, nur weil nicht unterschieden wird zwischen Rolle und Position. Die grundliegende Idee von Wohnprojektgruppen widerspricht der Idee von Positionen, da Wohnprojektgruppen vor allem Dynamik und Veränderungskultur brauchen, um l...

Gibt es Führung ohne Hierarchie?

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Wenn Wohnprojektgruppen sich nicht um die Kompetenzen der einzelnen Mitglieder kümmern, dann hat das mehrere Gründe. Ein Mal wissen sie oft nicht, wie sie es machen sollen, dass jeder und jede offen sagen kann, was sie besonders gut kann. Meistens fehlt das Interesse am Können der anderen. Warum das so ist, kann ich nur vermuten. Ich glaube, die meisten wissen nicht wie sie mit den Verschiedenheiten umgehen können. Dann glaube ich auch, dass die Gründer*innen oft an ihrer Führungsrolle hängen und darauf bedacht sind, sie nicht abzugeben. Schließlich haben sie die Idee gehabt und sind schon viele Schritte gegangen, die die Gruppe ohne sie so nicht gegangen wäre. Es liegt nicht in ihrem Interesse, die vielen verschiedenen Fähigkeiten, die mit den neuen Mitgliedern in die Gruppe kommen, lebendig werden zu lassen. Und ich glaube auch, dass die Organisationsidee, die vielen Gruppen zugrunde liegt, von hierarchischem Denken geprägt ist. Auch wenn immer und überall betont wird, dass man p...

Wie gehen WohnProjektGruppen mit den vielen Kompetenzen um?

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Oft wissen WohnprojektGruppen nicht, wie sie mit den vielen Kompetenzen, die in ihrer Gruppe zusammenkommen, umgehen sollen. Und da sie es nicht wissen, gehen sie überhaupt nicht damit um und lassen das Thema einfach liegen. Sie tun dann so, als gäbe es die vielen Kompetenzen nicht. Und da viele oft erst später zur Gründungsgruppe dazustoßen, halten sie sich erstmal zurück. Auch mit dem, was sie draufhaben. Das ist aus meiner Sicht ein Fehler. Der jedoch nicht von den Dazugekommenen gemacht wird, sondern von denen, die bereits zur Gruppe gehören, also von den Gründer*innen. Sie müssten alle, die dazustoßen, nicht nur fragen, was erwartest du von diesem Projekt, sondern auch, was kannst und willst du in dieses Projekt einbringen? Was sind deine Kompetenzen? Wie viel davon bist du bereit zu geben? Und was brauchst du, damit du Freude daran hast, das, was du kannst, hier bei uns einzubringen? Was können wir tun, damit du dich hier bei uns entfalten kannst mit dem, was dir liegt und worin...

So viel Kompetenz

Ich bin immer wieder erstaunt, wie viel Kompetenz zusammenkommt, wenn sich Leute über 50 treffen, die an einem gemeinsamen Wohnprojekt interessiert sind. Oder auch in der Zukunftswerkstatt, in der es darum geht, sich mit Lebensgestaltung nach dem Berufsleben zu beschäftigen. Oder bei Gesprächen auf den Lesungen aus dem Buch Ab ins Wohnprojekt! Oder bei runden Geburtstagen...  zum 60. zum 70. zum 80. und so weiter. Alter und Kompetenz ist eine Kombination, die üblicherweise nur dann zusammen gedacht wird, wenn der alte Mensch etwas besonderes geleistet hat: ein erfolgreiches Buch geschrieben hat, eine Position im öffentlichen Leben innehat oder hatte, berühmt und bekannt ist, weil er oder sie einen Beruf ausgeübt hat oder ausübt, der in der Öffentlichkeit stattfindet. Ich wollte hier auf die Kompetenz älterer Männer und Frauen zu sprechen kommen, die nicht berühmt sind und nichts Außergewöhnliches geleistet haben. Die "nur" ihr "normales" Leben leben, ihren Beruf a...

In Vorbereitung

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Derzeit bereite ich einen Workshop vor, in dem es um das Systemische Konsensieren geht. Mittlerweile wird der Begriff oft verwendet, aber was das Systemische Konsensieren genau ist und wie es geht und was es bewirkt und wie man es einsetzt, ist oft nur ansatzweise bekannt. Ich finde auch interessant, immer wieder von WohnprojektGruppen zu hören, dass sie zwar eine Einführung ins Systemische Konsensieren gemacht haben, es dann aber nicht anwenden. Wenn ich dann frage wieso nicht, heißt es meist: die Gruppe will das nicht. Ich möchte gerne herausfinden, was der Grund für den Widerstand gegen die Anwendung des Systemischen Konsensierens ist. Meine Vermutung ist, dass es sich um den weit verbreiteten Widerstand gegen etwas Neues handelt, gegen etwas, das man nicht kennt und dass man erst lernen muss. Das Systemische Konsensieren muss man lernen. Und selbst wenn man die Methodik verstanden hat, kommt man immer wieder bei der Anwendung an Stellen, an denen das alte Denken die Regie überni...

Heute Abend in der Melanchthon-Akademie

Die Veranstaltung war für 17.30 Uhr angesetzt und sollte um 19 Uhr enden. Der Plan war, dass ich aus dem Buch Ab ins Wohnprojekt! vorlese und Joachim Kolboske und Wilhelm Schwedes von ihren Erfahrungen aus dem Mehrgenerationen-Projekt Lebensräume in Balance in Köln-Ostheim berichten. Sieben Interessierte waren gekommen. Einige hatten ebenfalls Erfahrungen mit gemeinschaftlichen Wohnprojekten und haben davon erzählt. Der Austausch war interessant, offen und ehrlich. Mich hat es gefreut zu hören, dass einige das Buch Ab ins Wohnprojekt! als Arbeitsbuch nutzen und Gedanken und Ausführungen für Klärungsgespräche in der eigenen Gruppe aufgreifen. Auf dem Heimweg von der Veranstaltung habe ich überlegt, wie ich weitermachen kann und wie das nächste Buch sein könnte, in dem es natürlich wieder um gemeinschaftliches Wohnen gehen wird. Anerkennung für seine Arbeit zu bekommen gibt Kraft. Diese Erfahrung machen zu können ist schön und macht mich zufrieden und glücklich.

Auszug aus dem Buch Ab ins Wohnprojekt!

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Lernen, lernen, lernen. Nachdem ich 2013 die Wohnschulen-Workshops und einige Wohnprojekte in Köln und Bonn besucht hatte, war mir klar geworden, dass das Thema des gemeinschaftlichen Bauens und Wohnens komplexer ist, als ich gedacht hatte. Mein besonderes Interesse richtete sich auf die Kultur der Gemeinschaft, vor allem auf die Art, wie in Gruppen kommuniziert wird und wie Gruppen ihre Entscheidungen treffen. Ich wusste, wenn ich in einer Planungsgruppe mitmachen wollte, dann musste ich dazulernen. Überall in der Szene hörte ich den Begriff „Partizipation“. Aber wie geht Partizipation? Ich wollte verstehen, wie ein Gruppenprozess abläuft. Wie es hinzukriegen ist, dass alle gehört werden. Und wie die ganzen Verschiedenheiten zusammenkommen können.    Und so habe ich mich auf die Suche begeben nach Fortbildungsangeboten. Ich habe zahlreiche Seminare und Workshops besucht, etwa zur Gewaltfreien Kommunikation, zu Kreisgesprächen oder zur Entscheidungsfindung mithilfe des Sy...

Lesung in Düsseldorf.

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Am Mittwoch, dem 13. Februar lese ich aus dem Buch Ab ins Wohnprojekt!   in Düsseldorf in der   Tersteegenkirche ,  Tersteegenplatz 1, Golzheim/Stockum Der Eintritt ist frei. 

"Modularer Leitfaden für Cohousinggruppen"

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Unter dieser Überschrift schreibt Dr. Kerstin Schulenburg über alles was wichtig und zu bedenken ist, wenn sich eine Initiativgruppe bildet, um ein gemeinschaftliches Wohnprojekt zu gründen. Hier geht es zu ihrer Website.

Auszug aus dem Buch "Ab ins Wohnprojekt!"

Jedes einzelne Projekt hat seine persönliche und individuelle Geschichte. Oft beginnt sie damit, dass bei irgendeiner Gelegenheit im privaten Kreis das Thema Wohnen auf den Tisch kommt und jemand fragt: „Wie wäre es, wenn wir irgendwann mal alle zusammen wohnen würden?“ Oder jemand erzählt von einem Film, in dem es um gemeinsames Wohnen geht. Oder jemand hat ein Buch oder einen Bericht in einem Magazin oder einen Artikel in einer Zeitung gelesen. Oder jemand hat jemanden kennengelernt, der oder die in einem Wohnprojekt wohnt oder gemeinsam mit anderen ein Projekt plant. Oft ergibt sich dann ein fröhliches Herumspinnen nach dem Motto: „Was wäre wenn ...?“. Ich kenne eine Gruppe von langjährigen Freunden und Freundinnen, die sich mehrmals im Jahr reihum zu einem mehrstündigen Essen trifft und seit Jahren zusammen überlegt, wie es wäre, wenn sie zusammen wohnten. Die Idee bereitet allen viel Freude, und sie entwickeln die tollsten Ideen. Ich war einmal als Gast bei einem solchen Essen dab...

Wie geht es los mit einem Wohnprojekt?

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Jedes Wohnprojekt hat seine eigene Geschichte. Meistens ist da jemand, der oder die eine Idee hat und sie anderen erzählt. Dann kommt es darauf an, wie diese anderen mit der Idee umgehen, ob sie sie interessant finden oder ob sie sie für utopisch halten oder ob sie die Idee nicht beachten und so tun, als wäre das alles Spinnerei und "unrealistisch". Ideen jeglicher Art sind leicht verletzbar. Ob sich die Idee für ein gemeinschaftliches Wohnprojekt weiterentwickelt oder schon im frühen Stadium stirbt, hängt sehr davon ab, wie der oder die Ideengeberin von der Idee berichtet und vor allem, wem sie davon erzählt. Alle Wohnprojekte, die realisiert wurden, haben das frühe Ideen-Stadium überlebt und sind in die nächste Phase gegangen: die Idee wird von anderen gut gefunden und sie wollen dabei sein und mitmachen. Die erste Hürde ist geschafft. Es bildet sich eine kleine Gruppe. Jetzt hängt es sehr davon ab, wer in dieser Gruppe zusammenkommt und welche Kompetenzen vorhanden sind....

Ab ins Wohnprojekt! Wohnträume werden Wirklichkeit

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Das Buch ist raus und an alle, die beim Crowdfunding mitgemacht haben, versendet worden. Einige hatten ein Buch mit Signatur bestellt und so habe ich letzte Woche 17 Exemplare signiert, an den Verlag gesendet, damit sie von dort an die Funding-Teilnehmer*innen  geschickt werden konnten. Wer Ab ins Wohnprojekt! kaufen will:  Hier gehts zur Buchseite vom oekom Verlag.  Man kann das Buch natürlich auch bei Amazon bestellen. Hier der Link. Für mich war es ein aufregender Moment, als ich das erste Exemplar in Händen hielt. Ich habe sofort angefangen zu lesen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, ob das Buch das transportiert, was ich sagen will...  und da war natürlich die bange Frage, ob es gelungen ist. Nachdem das Buch nun schon eine Woche hier bei mir auf dem Tisch liegt und ich es immer mal wieder aufschlage und darin rumlese, kann ich sagen, dass ich es als gelungen empfinde. Es ist das geworden, was ich mir gedacht hatte, als ich damit anfing: Beteiligte an gem...

Gruppendynamik und....

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Ich habe im Internet die Seite der  Trainergemeinschaft Berlin gefunden... und folgende Definition von "Gruppe"und "Team": 1. Die Gruppe und ihre Dynamik Gruppe  ist der Überbegriff für ein abgegrenztes soziales System von Individuen, das eigene Strukturen bildet, Entwicklungsphasen durchlebt und Regeln konstituiert. Die Gruppe existiert als systemische Einheit, die nach einem Gleichgewichtszustand strebt.  Team  ist ein „Sonderfall“ einer  Gruppe, mit von allen Mitgliedern geteilten Zielen, meist ausgeprägtem Zusammenhalt und individueller Verantwortungsübernahme durch die Mitglieder. In der Arbeitswelt repräsentiert ein Team eine kleine, funktional strukturierte und leistungsorientierte Gruppe mit klarer Zielübereinstimmung, entwickelten Normen, definierter Rollenstruktur und erprobter Kooperationsfähigkeit. Ein Team ist prinzipiell in der Lage sich selbst zu steuern und kommt ohne einen Vorgesetzten im hierarchischen Sinne aus. Hier geht es zum Blog d...

Vision aus dem Internet

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Gemeinschaftliche Wohnprojekte brauchen eine Vision. Eine Vorstellung von dem, wie es mal sein soll, sowohl das Haus als auch die Gemeinschaft.  Manche Wohnprojektgruppen, die sich neu bilden, machen sich jedoch nicht die Mühe, eine eigene Vision zu entwickeln, sondern schreiben einfach ab, was sie im Internet finden und was ihnen gefällt, was sich gut anhört und wovon sie glauben, dass sie diese Vision übernehmen können.  Dabei vergessen sie, dass eine abgeschriebene Vision keine Kraft hat, sondern nur eine Form ohne Inhalt ist. 

Wie organisieren wir uns?

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Diese Frage taucht auf, sobald sich eine Gruppe bildet, die ein gemeinsames Anliegen verfolgt. Wenn die Zusammenarbeit von oben organisiert und gestaltet wird, wenn es also um ein Top-down-Projekt geht, dann ist meist auch die Art der Organisation vorgegeben und es bleibt nur noch zu entscheiden, wer in welche Arbeitsgruppe geht und wer für welche Aufgaben zur Verfügung steht. Wenn aber nichts klar ist, wenn es keine vorgegeben Organisationsstruktur gibt, wenn alles unten anfängt und es um ein Bottom-up-Projekt geht, dann sind die Beteiligten herausgefordert, sich zu überlegen, wie sie ihre Zusammenarbeit organisieren und welche Strukturen sie bilden wollen. Ich habe festgestellt, dass sich Wohnprojektgruppen zu Beginn ihrer Zusammenarbeit dieser Herausforderung meist nicht bewusst sind und einfach loslegen und zwar nach einem Muster, wie es diejenigen kennen, die die Gruppe initiiert haben. Überall habe ich Strukturen gefunden, wie sie aus der Vereinsarbeit bekannt sind: Ab einer ...